Die Stiftsamtei in Bischofszell geht in seinen Grundfesten mindestens ins 15. Jahrhundert zurück und gehört damit zu den ältesten Gebäuden in Bischofszell.
Auffahrt Christi Himmelfahrt
Kirche (Symbolbild) - Pixabay

Wie die Gemeinde Bischofszell berichtet, gehört die Stiftsamtei an der Schottengasse 7 der Kirchgemeinde Bischofszell und wird seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts als deren Vereinszentrum genutzt. Das Gebäude geht in seinen Grundfesten mindestens ins 15. Jahrhundert zurück und gehört damit zu den ältesten Gebäuden in Bischofszell – es blieb beim Stadtbrand von 1743 unversehrt.

Im November 2020 hat die Kirchgemeindeversammlung einer gründlichen Gesamtsanierung der Stiftsamtei im Umfang von 3.2 Millionen Franken mit grosser Mehrheit zugestimmt. Nach der Sanierung soll die Stiftsamtei der Kirchgemeinde als Kirchenzentrum für den ganzen Pastoralraum Bischofsberg dienen.

Wechselvolle Geschichte

In seiner wechselvollen Geschichte hat die Stiftamtei eine Vielzahl von Nutzungen erlebt und wurde entsprechend mehrmals umgebaut. Ein letzter Eingriff in die Gebäudesubstanz erfolgte um das Jahr 1990. Damals wurden die beiden unteren

Stockwerke sanft renoviert und den damaligen Bedürfnissen angepasst. Vor Baubeginn wurden umfangreiche Sondierungen durchgeführt und diese haben historische Schichten wieder zutage befördert.

Wo immer möglich, sinnvoll und finanziell vertretbar soll das Gebäude auf die möglichst ursprüngliche Bausubstanz zurückgeführt werden und somit Einblicke in die Geschichte des Gebäudes ermöglichen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau.

Nutzung als Kirchenzentrum

Die jetzige Sanierung soll wie erwähnt die Nutzung der Stiftsamtei als Kirchenzentrum ermöglichen. Im Zentrum soll die gesamte Verwaltung untergebracht sein, aber auch alle anderen für die Kirchgemeinde wichtigen Nutzungen wie Vereins- und Pfarreianlässe, seelsorgerische Dienstleistungen, Sitzungen und Religionsunterricht werden im Zentrum Platz finden.

Der Saal im Erdgeschoss wird so vergrössert und eingerichtet, dass darin grössere Pfarreianlässe wie auch kulturelle Anlässe mit bis zu 120 Personen möglich sein werden. In den beiden obersten Geschossen entsteht ein grosser Gemeinschaftsraum mit einer Galerie und auch Jungwacht Blauring wird dort ihre neue Heimat finden.

Nachhaltigkeit ist ein grosses Anliegen

Ökologische Nachhaltigkeit ist der Kirchgemeinde ein grosses Anliegen. Deshalb soll das entstehende Kirchenzentrum an das Fernwärmenetz der Technischen Betriebe Bischofszell angeschlossen werden, sobald dieses zur Verfügung steht. Bei den Vergabungen hat und wird die Baukommission wo immer möglich lokale Anbieter berücksichtigen.

Bauzeit von 1 Jahr

Die Vorbereitungsarbeiten sind mittlerweile weitgehend abgeschlossen und Anfang August 2021 wurde mit den Ausbrucharbeiten begonnen. Es wird mit einer Bauzeit von rund einem Jahr gerechnet. Zu gegebener Zeit wird die interessierte Öffentlichkeit eingeladen, vor Ort einen Einblick in die Arbeiten zu nehmen.

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