Defensive wackelt: HCT mit Rückschlag in Winterthur

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Weinfelden,

Der HC Thurgau belohnt sich zu wenig: In Winterthur führen defensive Fehler und fehlende Kaltschnäuzigkeit trotz Überlegenheit zur knappen 4:5-Niederlage.

HC Thurgau
Der HC Thurgau ist ein Schweizer Eishockeyclub aus Weinfelden im Kanton Thurgau. Der Club trägt seine Heimspiele in der Eishalle Güttingersreuti aus. - HC Thurgau/ Grafik Nau.ch

Wie der HC Thurgau berichtet, verliert das Team trotz mehr Schüssen und Spielanteilen das Rückspiel in Winterthur am Ende mit 5:4. Der HCT konnte aus seinen zahlreichen Chancen zu wenig Profit schlagen und wirkte in der Defensive hingegen zu fehleranfällig.

Am Ende des Nachmittags wurde Eric Schneller, neu von Genf-Servette mit B-Lizenz beim HCT spielend, zum besten Thurgauer Spieler der Partie gewählt. Schneller hatte die Auszeichnung mit einem sehenswerten Tor und einem Assistpunkt absolut verdient.

Ein gutes Zeichen für ein Team ist es trotzdem kaum, wenn ein 20-jähriger Leihspieler, der diese Saison für Genf in der NL und die U21-Elit Mannschaft der Grenats zum Einsatz kam, gleich vorangehen muss, um den EHC Winterthur zu besiegen.

Vorne ideenreich, hinten zu passiv

Aber alles der Reihe nach. Im ersten Drittel war der HCT tonangebend, kreierte einige Möglichkeiten, aber richtig zwingend wurde auch er kaum. Es brauchte eine feine Einzelaktion von Livio Truog, wem sonst ist man momentan geneigt zu sagen, um in der 23. Minute die Führung zu erzielen.

Nur 90 Sekunden später fuhr Andreas Döpfner, im Thurgau wohlbekannt, NHL-Prospect Simas Ignatavicius um die Ohren und legte per Backhandpass herrlich auf Robin Leone zurück. Dieser erzielte den Ausgleich für die Winterthurer. Wiederum ein Ex-Thurgauer mit Luca Deussen stand am Ursprung des zweiten Winterthurer Treffers.

Deussen schoss von der blauen Linie und Gianluca Ogi lenkte unhaltbar für Ewan Huet ab. Augenfällig dabei, die Passivität mit welcher die gesamte HCT-Defensive in dieser Aktion agierte. Danach folgte der beste Auftritt von Eric Schneller.

Offener Schlagabtausch vor dem Schlussdrittel

Der junge Mann wurde seinem Namen mehr als gerecht war schneller als die gesamte Winti-Defensive und traf postwendend zum Ausgleich. Die Reihe war danach wieder an Döpfner, Leone und Co. Nach einem weiteren Defensivbock des HCT legte ebendieser Döpfner wieder auf Leone zurück und dieser hatte keine Mühe auf 3:2 zu stellen.

Damit ging es ins letzte Drittel und dem HCT blieben 20 Minuten, um das Spiel zu drehen. Was folgte war zwar ein Anrennen des HCT, am Ende blieb es vergebens. Je zwei Powerplay-Möglichkeiten hatten die beiden Teams im Schlussabschnitt.

Winterthur verwertete in der 44. Minute eines davon zum 4:2, der HCT blieb beide Male erfolglos. Zwei mal den Anschlusstreffer zum 4:3 und 5:4 schossen Ignatavicius und Binias für die Thurgauer. Den goldenen Gamewinner, natürlich auf Vorarbeit von Döpfner und Leone, markierte Emil Molin.

Defensive als entscheidender Schwachpunkt

Fazit: Ewan Huet feierte seinen 21. Geburtstag nicht besonders glücklich mit fünf Gegentreffern. Dem HCT fehlte trotz mehr Klasse im Team die nötige Aggressivität und das Durchsetzungsvermögen vor dem Tor und alles entscheidend: Man kann in der Offensive noch so zu tanzen versuchen, wenn man dann in Winterthur fünf Tore kassiert und die Defensivarbeit vernachlässigt, gewinnt man auch gegen ein Nicht-Playoffteam keinen Blumentopf.

Am Donnerstag geht es weiter mit dem Heimspiel gegen den EHC Visp. Ein Sechspunkte-Spiel im Kampf ums Playoff-Heimrecht. Die Walliser könnten nämlich mit einem Sieg in der Gütti nach Verlustpunkten am HCT vorbeiziehen …

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