Cup-Traum des HC Thurgau platzt im Wallis

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Weinfelden,

Im ersten Cup-Halbfinal der Klubgeschichte kassiert der HC Thurgau in Sierre eine deutliche 1:6-Niederlage und steckt weiter im Januarloch.

HC Thurgau
Der HC Thurgau ist ein Schweizer Eishockeyclub aus Weinfelden im Kanton Thurgau. Der Club trägt seine Heimspiele in der Eishalle Güttingersreuti aus. - HC Thurgau/ Grafik Nau.ch

Wie der HC Thurgau mitteilt, spielte sich ein Novum in der Geschichte des HCT am Donnerstagabend, 8. Januar 2026, im Wallis ab. Zum ersten Mal in der Clubgeschichte spielten die Thurgauer einen Cup-Halbfinal und dass die sportliche Leitung sich die Chance auf einen Final gegen den HC La Chaux-de-Fonds nicht nehmen lassen wollte, zeigte sich schon beim Blick aufs Line-up.

Wiederum erhielt der formstarke von Burg im Tor den Vorzug gegenüber Mathieu Croce und von Kloten und Fribourg standen mit Rafael Meier, Kevin Etter und Julien Rod gleich drei Verstärkungsspieler in der Thurgauer Aufstellung. Zugegeben, diese Einsätze waren auch notgedrungen, da sich neben dem sowieso schon verletzten Victor Backman auch noch Robin Lekic mit einem Fingerbruch auf die Krankenstation dazugesellte.

Zudem übernachtete die Mannschaft nach dem Auswärtsspiel in La Chaux-de-Fonds zwei Mal in Fribourg, ehe es ins Wallis weiterging. Die welsche Luft schien den Thurgauern gar nicht zu bekommen, wie sich später herausstellen sollte.

Früher Rückstand trotz kurzer Hoffnung

In der 5. Minute war es dann auch bereits eine Mischung aus Pech und Blackout in der Thurgauer Hintermannschaft, welche Jayden Halbgewachs und dem HC Sierre das 1:0 quasi auf den Stock servierte. Der Puck sprang dabei wegen einer Ecke in der Bande im rechten Winkel von dieser weg und verwirrte damit die ganze HCT-Verteidigung.

Es dauerte nur gerade weitere vier Minuten, bis ein Weitschuss von Maxime Montandon von Stéphane Patry abgelenkt wurde und schon stand es 2:0. Klar, die Walliser haben eine starke Offensive. Aber in den ersten neun Minuten gleich zwei Tore zu kassieren, bei welchen die Aktionen nicht einmal zwingend waren – Note ungenügend.

Die Reaktion der Thurgauer folgte aber prompt. Lucas Hedlund reagierte auf einen Abpraller von Remo Giovannini am schnellsten und in bester Baseball-Manier. Volley versenkte er die Scheibe zum Anschlusstreffer im Netz – es sollte die einzig positive Meldung an einem zappendüsteren Abend bleiben.

Nur 30 Sekunden vor Ende des Startdrittels nämlich, als man sich eigentlich in die Pause hätte retten können, hatte auch Goalie von Burg noch eine leichte Schwäche. Er liess einen Puck zwischen den Schonern hindurch zum 3:1 ins Tor kullern.

Im Januarloch gefangen

Möchte man Worte für das Mitteldrittel wählen, dann wären es wohl ähnliche, welche Coach Olsson nach rund Spielhälfte im Time-out genutzt hat. Auch wenn Sierre sich keineswegs überlegen oder gut sortiert zeigte, hatte man nie das Gefühl, dass die Thurgauer noch in diese Partie zurückfinden würden.

Das 4:1 und 5:1 beide Tore durch Jayden Halbgewachs waren nur die logische Konsequenz für eine sackschwache Vorstellung der Thurgauer.

Nach dem dann auch das Schlussdrittel ohne weiteren HCT-Treffer geendet hat (Prevate erhöhte für Sierre noch auf 6:1), muss man konsterniert feststellen, dass der HCT wohl tatsächlich in einem Januarloch angekommen ist. Es kommt auf jeden Fall Team und Staff gelegen, dass das nächste Spiel erst in neun Tagen, am Freitag, 16. Januar 2026, zu Hause gegen den EHC Olten ansteht.

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