Gegen Olten: HC Thurgau bricht nach Traumstart ein
Trotz einer frühen 3:0-Führung gibt der HC Thurgau das Spiel aus der Hand und unterliegt dem EHC Olten zum Playoff-Start mit 3:6.

Wie der HC Thurgau schreibt, verliert die Mannschaft trotz früher Dreitore-Führung am Ende klar mit 6:3 gegen den EHC Olten. Endlich Playoff-Zeit, die schönste Zeit des Eishockey-Jahres: Der HCT geht als zweiter der Regular Season als Favorit in die Playoff-Serie gegen Olten und trotzdem ist wohl jedem Eishockeykenner klar, dass die Serie ausgeglichen und spannend werden dürfte.
Auf dem Papier hätten die meisten den EHC Olten vor Saisonstart klar stärker als den HCT eingeschätzt. Das erste Playoff-Drittel bot dann eigentlich schon genug Unterhaltung für zwei Spiele. Der erste Aufreger war leider negativer Art. Olten-Topskorer Guillaume Asselin checkte Kevin Kühni von hinten in die Bande, ohne dass der Puck im Zweikampf war.
Asselin wurde zurecht mit fünf Minuten und Spieldauer unter die Dusche geschickt. Der HCT war gefordert im Powerplay und lieferte ab. Victor Backman traf nicht nur auf Zuspiel von Daniel Ljunggren zum 1:0, sondern kurz darauf auch noch auf Pass von Livio Truog zum 2:0.
Das Spiel war lanciert und der HC Thurgau flog zu diesem Zeitpunkt förmlich übers Eis. Es dauerte dann auch nur knapp drei weitere Minuten bis Alessandro Villa per Weitschuss gar auf 3:0 stellen konnte.
Olten schlägt zurück und gleicht dank Powerplay aus
Eine komfortable Führung konnte man meinen, doch im Eishockey kann es rasch gehen und der EHC Olten zeigte Moral. Zuerst liess man Simon Sterchi zu lange gewähren und er traf mit einem der ersten Oltner Abschlüssen zum ersten Treffer. Eine Powerplay-Möglichkeit für Olten später war es Jayce Hawryluk, der noch vor der ersten Sirene den Anschluss wieder herstellte.
Im Mitteldrittel war Olten auf einmal mehr im Spiel und der HCT begann vermehrt nervös zu agieren. Als dann auch noch Kevin Lindemann auf der Strafbank sass, kam es wie fast schon befürchtet. Dominic Weder traf zum Ausgleich und auch ohne Asselin zeigte sich, dass das Überzahlspiel der Oltner deren grösste Waffe war.
Momentum verloren: HCT bricht im Schlussdrittel ein
Im Schlussabschnitt kippte das Spiel komplett. Zuerst lenkte Silvan Wyss glücklich zum 3:4 ab und nach 43 Minuten spielte Olten einen Konter schulbuchmässig zu Ende, um durch Mattheo Reinhard auf 5:3 zu stellen.
Trotz Bemühungen, nochmals offensiv in Aktion zu treten kam nichts Zählbares mehr vom HCT. Olten traf noch zum 6:3 und verteidigte seine Führung mit viel Herz. Am Ende gab der HCT in diesem Spiel viel zu einfach eine frühe Dreitore-Führung aus der Hand.
Das gesamte Momentum war auf Thurgauer Seite und dieses wurde durch zu viele Nachlässigkeiten grobfahrlässig aus der Hand gegeben. Nun bleiben dem Team bis Freitag, 27. Februar 2026, um den Playoff-Rhythmus (wieder) zu finden.









