Mönchaltorf ZH: Finanzplan sieht 30,4 Millionen an Investitionen vor
Der Gemeinderat Mönchaltorf ZH hat den Finanzplan 2026–2030 genehmigt. Der Steuerfuss bleibt bei 108 Prozent, am Schluss steht ein Defizit von 200'000 Franken.

Der Gemeinderat Mönchaltorf hat den Finanzplan 2026 – 2030 genehmigt. Er berücksichtigt die finanzpolitischen Zielsetzungen des Gemeinderates sowie das Budget 2027 und die Investitionsplanung 2026 – 2030. Die Planung ist unter Mitwirkung des Finanzausschusses und unter Beizug des externen Finanzberatungsbüros entstanden.
Die Konjunkturaussichten haben sich aufgehellt. Globale Unsicherheiten und geopolitische Risiken erschweren jedoch weiterhin die Prognosen. Mit höherer Einwohnerzahl wird in der Planungsperiode von einer weiteren Zunahme der Erträge ausgegangen (Steuern und Ressourcenausgleich).
Die Grundstückgewinnsteuern leisten weiterhin einen wichtigen Finanzierungsbeitrag. Der Haushalt wird wegen teilweise steigender Kosten, insbesondere im Bereich Soziale Sicherheit, belastet. Die Anzahl Schülerinnen und Schüler sinkt, dennoch wird mit steigenden Bildungsausgaben gerechnet.
Die Kapitalfolgekosten der geplanten hohen Investitionen wirken sich ebenfalls ungünstig auf den Haushalt aus. Anpassungen der Steuergesetzgebung führen insgesamt zu einer abgeschwächten Entwicklung der Steuererträge (v.a. Abschaffung Eigenmietwert, kurzfristig erhöhter Liegenschaftenunterhalt). Am Ende der Planung zeigt sich mit stabilem Steuerfuss von 108% in der Erfolgsrechnung ein Defizit von Fr. 200'000.-- und das Eigenkapital stabilisiert sich bei 41,8 Mio. Franken.
Mit total 30,4 Mio. Franken ist ein vergleichsweise hohes Investitionsvolumen vorgesehen (v.a. Neubau Gemeindehaus mit zusätzlichem Wohngebäude und Tiefgarage, Sanierungs- und Erweiterungsprojekt FC Mönchaltorf für die Sportanlage Schwerzi). Über die ganze Fünfjahresperiode liegt die Selbstfinanzierung bei 9,2 Mio. Franken, womit die hohen Investitionen im Verwaltungsvermögen von 25,6 Mio. Franken zu 36% gedeckt werden können. So wird das heute hohe Nettovermögen abgebaut. Es beträgt am Ende der Planung 7,7 Mio. Franken.
Bei den Gebührenhaushalten zeichnet sich im Wasser und Abwasser aufgrund der hohen Investitionstätigkeit mit zunehmender Verschuldung eine Tariferhöhung ab. Der Bereich Abfall bleibt stabil.
Die grössten Haushaltrisiken bleiben die konjunkturelle Entwicklung (v.a. Steuern und Finanzausgleich), tiefere Grundstückgewinnsteuern, noch stärkere Aufwandzunahmen oder ungünstige gesetzliche Veränderungen. Umgekehrt könnte sich die Ausführung der geplanten Investitionen zeitlich verzögern.






