Oberland

    Egg ZH: Erster Saisonsieg – Pfanni gewinnt Torfestival 9:8

    Der UHC Pfannenstiel schlägt Ad Astra Obwalden in Egg ZH nach Verlängerung 9:8. Trotz des ersten Saisonsiegs beendet das Team die Hinrunde als Letzter.

    Egg ZH
    Szene aus der Partie zwischen dem UHC Pfannenstiel und Ad Astra Obwalden. - zVg

    Am heutige sonnige Herbstsonntag konnte der UHC Pfannenstiel zum ersten Mal in dieser Saison das Glück auf seine Seite zwingen. Die Zürcher Oberländer konnten gegen den stark eingeschätzten Gegner Ad Astra Obwalden zu Hause in einem äusserst torreichen Spiel mit 9:8 nach Verlängerung gewinnen. Die Zürcher Oberländer gaben sich nie auf und erkämpften sich diesen Sieg mit viel Leidenschaft und Moral, trotz dieses Erfolges schliessen sie die Hinrunde klar auf dem letzten Platz ab.

    Einmal mehr gab es einige Veränderungen im Kader und Umstellungen in den Linien des Heimteams, ein Fakt, der sicherlich nicht gerade förderlich ist für die Suche nach Stabilität. Der Start verlief aber vielversprechend, konnten doch Kernwein, J.Schindele und Ernst früh erste Abschlüsse verzeichnen. Das Visier und die Abschlussschärfte waren aber noch nicht wie gewünscht eingestellt. Das war dann in der 6. Minute besser.

    Nach einem 3:1-Gegenstoss spielte Burkhart quer zu Topscorer Kernwein, der den Ball unhaltbar zum 1:0 in den gegnerischen Maschen versorgte. Balsam auf die Seele der Pfannis nach dem gestrigen torlosen Spiel. Die Freude währte aber nur gut zwei Minuten.

    Nach einem Konter lief Pfanni direkt in den Gegenkonter, denn die Gebrüder von Wyl zum 1:1-Ausgleich ausnutzten. Es entwickelte sich ein äusserst schnelles und abwechslungsreiches Spiel mit vielen Chancen hüben und drüben. So fiel bereits in der 10. Minute das nächste Tor.

    Ferrari schloss eine Vorlage von Schläpfer zum 2:1 für das Heimteam ab, der Jubel blieb aber im Halse stecken, glichen doch die Zentralschweizer nur 35 Sekunden später zum 2:2 aus. Im selben Stile ging es weiter In der 13. Minute spielte Jonth mittels Tunnelpass zu Schürch, der zur erstmaligen Gästeführung einschieben konnte.

    Kurz nach dem Treffer musste der Schwede Broby auf die Strafbank. Wittig nutzte diese Möglichkeit mit etwas Glück zum erneuten 3:3-Ausgleich. Doch auch die Gäste nutzten das ihnen in der 18. Minute zugesprochene Überzahlspiel eiskalt aus.

    Die Schweden-Combo Broby/Jonth erzielte die 4:3-Pausenführung für die Gäste. Es hätten im ersten Drittel durchaus noch mehr Tore fallen können, doch Luginbühl und Huber scheiterten an der Torumrandung. Pfanni zeigte bis anhin ein gutes Spiel und es galt weiterhin präsent zu bleiben und den bisherigen Einsatzwillen zu zeigen.

    Kurz nach dem Start ins Mitteldrittel jubelten jedoch bereits wieder die Gäste. B.von Wyl brachte seine Farben mit 5:3 in Front. Doch Pfanni zeigte Moral und Nehmerqualitäten und kam eindrücklich zurück.

    Hauptverantwortlich dafür war Verteidiger Dudler, der sich in der 24. und in der 26. Minute gleich doppelt von den lautstarken Fans feiern lassen durfte. Somit war das Spiel wieder ausgeglichen und es kehrte zumindest auf der Anzeigetafel etwas Ruhe ein, auch wenn beide Teams sich weiterhin Chancen erarbeiten konnten. In der 36. Minute brandete dann wieder Jubel in der Kirchwies aus.

    Bär löste die doppelte Umklammerung aus der eigenen Ecke mit einem frechen Pass zwischen den eigenen Beinen hindurch. Ushiu nahm diesen Ball mit, zog Richtung Tor und schloss ab. Mathys konnte parieren, doch gegen den Nachschuss von Ferrari war er machtlos Pfanni führte also wieder und es sollte noch besser kommen.

    In der 39. Minute bediente Luginbühl magistral Wittig am weiten Pfosten, der Pfanni mit einer Zweitore-Führung in die Pause schoss 7:5. Nun hiess es weiterhin konzentriert zu bleiben und offensiv präsent zu bleiben.

    Trotz diesen Vorsätzen folgte die Dusche zu Beginn des letzten Drittels. Huber und Nigg glichen innert 24 Sekunden zum 7:7 aus. Der Abschluss von Huber fand via Pfosten und dem Rücken von Torhüter Edelmann den Weg ins Tor und Huber traf nach einem Laufspiel flach in die untere linke Ecke.

    Kurz nach diesem Doppelschlag zog Pfanni-Coach Feldmann sein Time-Out ein um dem Gegner etwas Wind aus den Segeln zu nehmen, was durch aus gelang. Pfanni steckte die beiden Gegentore gut weg und hatte in der 48. Minute nach einem Freistoss von Schläpfer die Möglichkeit erneut in Führung zu gehen, doch er verzog. Auf der Gegenseite musste dann Edelmann sein ganzes Können auspacken um den Schluss des Schweden Nyh zu parieren.

    Sein Gegenüber Mathys stand im in der 53. Minute in nichts nach und wehrte zwei Abschlüsse von Rennhard souverän ab. Die Schlussphase war also definitiv lanciert. 52 Sekunden vor Schluss stieg der Geräuschpegel im Pfanni-Dome massiv an.

    Burkhart spielte zu Dudler, der Mathys mit einem Direktabschluss zum 8:7 bezwang. War das der Siegtreffer? Die Antwort lautete nein, den C.von Wyl traf mit seinem Abschluss 31 Sekunden vor der Sirene mitten ins Pfanni-Herz zum Ausgleich.

    Es sollte noch bitterer kommen für Pfanni, musste doch einige Sekunden später J.Schindele die Strafbank aufsuchen. Dank Torhüter Edelmann und solidarischer Teamleistung wurde das Unentschieden über die Zeit gerettet, so dass zumindest mal ein Punkt gesichert war.

    Pfanni musste aber auch die Verlängerung in Unterzahl beginnen und erneut war Edelmann im Brennpunkt des Geschehens. Nach einem Ballverlust von Bär konnte er mirakulös retten. Wenig später beanspruchte er dann aber auch das Glück des Tüchtigen, als A.Christen mit einem satten Schuss nur die Querlatte traf bzw. als ein Knaller von Jonth sich im Aussennetz wiederfand.

    So war es in der 69. Minute Verteidiger Kreienbühl vorbehalten den Ball mit einem Distanzschuss an Freund und Feind vorbei in die gegnerischen Maschen zu schlenzen und die Halle zum Beben zu bringen. Die Freude war grenzenlos und der Stein, der den Pfannenstiel hinunter rollte noch viel grösser endlich war der erste Sieg Tatsache. So konnte auch die würdige Verabschiedung von Verteidiger-Haudegen Patrik Gmür bei bester Laune vollzogen werden.

    Pfanni-Trainer Feldmann nach dem Spiel völlig erleichtert: Heute sind wir das erste Mal ein ganzes Spiel lang als Team, mit Selbstvertrauen und Teamgeist aufgetreten. So konnten wir auch Rückschläge hinnehmen und endlich den ersten Sieg, auch wenn nach Verlängerung, einfahren. Vorzeigekämpfer und Verteidiger Fässler schlug in dieselbe Kerbe: Heute hat das Team von der ersten Sekunde an gezeigt, dass wir aus dieser Niederlagenserie herauskommen wollen. Und wir haben uns dafür belohnt!

    Jeder einzelne Spieler hat gezeigt, was Pfanni bedeutet: eine Mannschaft, in der einer für den anderen geht. 60 Minuten lang und darüber hinaus! Mächtig stolz auf jeden Einzelnen! Die Geduld hat sich nun ausgezahlt.

    Nun heisst es, an diesen Sieg anzuknüpfen und weiter so zu trainieren.

    Auch ein riesiges Dankeschön an die Fans, die uns lautstark unterstützt haben! Das ist es, was Pfanni braucht.

    Mit dieser leidenschaftlichen Leistung hofft Pfanni in Zukunft wieder mehr Fans in die Halle zu ziehen. Vorerst steht aber eine zweiwöchige Pause auf dem Programm, ehe es am Samstag, 21.11.2026 ins Tessin zur Auswärtspartie gegen Ticino Unihockey geht. Das nächste Heimspiel ist dann das Zürcher Derby am Samstag, 28.11.2026.

    Pfanni hofft dabei in der Rückrunde vermehrt das Sonntagsgesicht zeigen zu können.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Trump
    181 Interaktionen
    Nach Wahlen
    Affäre zugegeben

    MEHR AUS OBERLAND

    Gossau ZH
    Gossau ZH
    Dübendorf ZH
    Dübendorf ZH
    Volketswil ZH
    Volketswil ZH