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    Uster: Sieg gegen Chur – Bündner verkürzen noch auf 5:8

    UHC Uster
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    Der UHC Uster gewinnt in der Buchholz-Halle in Uster ZH mit 9:5 gegen FB Chur United. Vor 382 Zuschauern schmolz die Führung im Schlussdrittel kurz zusammen.

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    Die Sportanlage Buchholz in Uster (Symbolbild) - Nau.ch / Manuel Walser

    Der UHC Uster behält gegen das weiterhin punktelose L-UPL-Tabellenschlusslicht Chur United mit 9:5 die Oberhand. Auf weniger Begeisterung als die drei Meisterschaftszähler dürfte beim UHCU-Coachingstaff allerdings die Phase im letzten Drittel gestossen sein, als man eine zwischenzeitliche 6-Tore-Führung innert knapp zweieinhalb Spielminuten um die Hälfte schrumpfen und damit kurzzeitig wieder Hoffnung im Bündner Team aufkommen liess.

    Der UHC Uster hatte die Sache gegen Floorball Chur United über nahezu die gesamten beiden ersten Drittel im Griff, war das spielerisch bessere Team mit den kreativeren Ideen auf dem Feld. Topscorer Johannes Wilhelmsson auf tolles Zuspiel Yves Klötis, ebendieser Klöti auf ebenso tolles Zuspiel des Schweden sowie UHCU-Lette Daniels Jānis Anis mittels eines erneut souverän verwandelten Penaltys (Levi Walser hatte Timon Anderegg im Torraum irregulär am erfolgreichen Abschluss gehindert) waren für die 3:0-Führung der Hausherren in der mit 382 Besuchern besetzten Buchholz-Halle zur ersten Pause besorgt. Den offensiven Vorstössen der Bündner lagen zumeist Ballverluste Ustermer Akteure in der Vorwärtsbewegung zugrunde, doch agierten die Churer zumeist zu wenig präzise, um den Zürcher Oberländer Keeper Alessio Mura zu beunruhigen.

    Der zweite Spielabschnitt wurde zwar nach nur sieben Sekunden durch einen gefährlichen Schuss des Chur-Topscorers Martin Šindelář eingeläutet, der Mura zu einer sehenswerten Parade zwang, doch anschliessend übernahm das Heimteam wieder das Zepter, allen voran die Ustermer Scorerlinie. Gute Chancen von Wilhelmsson und Yves Klöti, ein Pfostenschuss des von Yves Klöti toll in Szene gesetzten Nivestams sowie dann in der 25. Minute der vierte Zürcher Oberländer Treffer durch Anis, auf dessen gewohnte Art, im Torraum einen Pass eines Mitspielers, in diesem Fall Yves Klöti, ins Netz zu lenken. Anstatt dass man aber mit diesem Vorsprung im Rücken weiter die Kontrolle über die Partie behielt, folgte dann eine erste kurze Baisse des Heimteams, das sich bei Keeper Mura bedanken konnte, der in der 28. Minute innerhalb von sieben (!) Sekunden in extremis gegen Churs Captain Nico Branger und zweimal gegen Tino Mettier rettete.

    Nur eine Zeigerumdrehung später war Muras Können gegen Luca Castelberg erneut gefordert. In der 33. Minute war dann aber auch der Zürcher Oberländer Goalie erstmals bezwungen, hatten sich die Bündner mit ihrem ersten Treffer durch Lukáš Veltšmíd für ihr Aufbäumen belohnt. Positiv: Der UHC Uster reagierte.

    In der 38. Minute stellte Jhonan Meier den 4-Tore-Vorsprung wieder her, wobei Assistgeber Matteo Gervasoni grossen Anteil an diesem Treffer hatte, indem er sich nach seinem eigenen, geblockten Abschluss den Ball an der Bande gegen Nuno Brosi wieder zurückerobert und diesen Meier perfekt in den Lauf gespielt hatte. Nachdem Anis kurz darauf den zweiten Ustermer Pfostentreffer des Abends gesetzt hatte, schloss Adam Lundgren 52 Sekunden vor der zweiten Pausensirene den von Meier ausgehenden und via Josia Pfister führenden (Direkt-)Spielzug des Abends volley mit dem Treffer zum 6:1 ab. Ebenfalls äusserst sehenswert war dann jedoch der ebenfalls noch vor dem zweiten Pausentee folgende zweite Churer Torerfolg: Weil Raphael Zellweger ein Zuspiel nicht kontrollieren konnte, rollte der Ball weiter zu seinem mit dem Rücken zum Ustermer Gehäuse stehenden Mitspieler Walser, der mit seiner schnellen Körperdrehung in Kombination mit dem direkten Abschluss weder seinem Bewacher Anderegg noch Mura den Hauch einer Abwehrchance liess.

    Der Beginn des letzten Spielabschnitts entsprach ziemlich genau jenem davor: Die Bünder setzten mit dem Lattenknaller Castelbergs zwar das erste Ausrufezeichen, doch dann agierten vornehmlich wieder die Zürcher Oberländer, die durch Gervasoni und Loris Murer (letztlich dann doch vorentscheidend) auf 8:2 erhöhten. Wie im Drittel davor liessen die Ustermer dann aber die Bündnder wiederum gegen Mitte des Spielabschnitts hin unerklärlicherweise allzu sehr gewähren, was diese in Minute 49 zu ihrem dritten Treffer durch Kimo Jörger nutzten. Nur eine halbe Zeigerumdrehung später konnte Mura mit zwei spektakulären Paraden gegen Leon Schlegel und Castelberg innerhalb von nur drei Sekunden denn vierten Bündner Treffer vorerst verhindern, der dann in der 51. Minute durch Schlegel trotzdem fiel.

    Und als die Churer nur 23 Sekunden später in persona von Veltšmíd sogar auf 5:8 verkürzten, stellte sich der eine oder andere in der Buchholz-Halle schon die Frage, ob die Ustermer etwa tatsächlich noch ins Wanken kommen sollten. Sie kamen nicht: Als Wilhelmsson drei Minuten vor Spielende auf 9:5 stellte, war die Sache definitiv gegessen, sprich Sieg und drei Zähler verbucht und in der Tabelle zwei Plätze gutgemacht. Rang 6 gilt es dann bereits am kommenden Mittwochabend im Gastspiel beim zweiten Bündner L-UPL-Verein Alligator Malans zu verteidigen, der nur zwei Punkte hinter den Zürcher Oberländern rangiert.

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