Die acht Kunstplakatstellen der Stadt Uster zeigen während der nächsten zwölf Monate Kreationen von Bertilla Spinas.
Uster
Noch verhüllt: die Kunstplakatstelle vor dem Stadthaus. - Foto: Stadt Uster

Die Ausstellung mit dem Titel «Städtisches Inventar, Uster 2021/2022» befasst sich mit dem Aussenraum der Stadt Uster. Die Vernissage findet am Donnerstag, 1. Juli 2021, um 18 Uhr vor dem Stadthaus statt. Der Künstler Sebastian Utzni führt ins Werk ein, und die Plakate werden auf dem anschliessenden Spaziergang zur Villa am Aabach enthüllt.

In ihrer Ausstellung richtet Bertilla Spinas ihren Fokus auf Objekte, die in direktem, physischem Kontakt mit dem öffentlichen Grund sind, dem Boden, der die Stadt trägt, der allen und niemandem gehört. Sie untersucht diese Objekte, hält sie fest, sortiert und kategorisiert sie. Unter diesen Gegenständen hat es Vergessenes, Verlorenes, Dinge, die ausgesetzt wurden. Auch Elemente aus der Natur sind Teil der Serie. Es sind die unklaren Besitzverhältnisse, die alle von Bertilla Spinas porträtierten Objekte miteinander verbinden.

Inventarisierung wie im Fundbüro

Mit einer Inventarisierungsmethode, wie sie üblicherweise im Fundbüro angewendet wird, erfasst und kategorisiert die Künstlerin die Objekte fotografisch und auf Textebene. Am 1. Juli 2021 werden die ersten acht Plakate der Kartei enthüllt. Danach wechseln die Sujets monatlich, insgesamt enthält die Sammlung 96 Motive. «Städtisches Inventar, Uster 2021/2022» wird Bertilla Spinas’ dritte Ausstellung in Uster. Zwei Mal bereits – 2020 und 2021 – war sie an der Gestaltung der «akku kunstkiste» beteiligt, jeweils für das «Hinterhalt Festival».

Bertilla Spinas ist 1999 geboren und in Uster aufgewachsen. Seit einem Jahr studiert sie Kunst und Vermittlung in Luzern, wo sie seitdem auch wohnt. Der öffentliche Raum, besonders das Spiel zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre, gehört zurzeit zum Themenfeld, in dem sich die Künstlerin bewegt.

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