Wacker Thun

Wacker Thun stürzt Leader Schaffhausen

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Mit Herz, Mut und stark dezimiertem Kader bezwingt Wacker Thun den makellosen Leader Schaffhausen 34:31 und setzt ein starkes Ausrufezeichen.

Wacker Thun
Wacker Thun ist ein Handballverein aus Thun. Ihre Heimspiele tragen die Thuner in der Sporthalle Lachen aus. - Keystone/ Grafik Nau.ch

Wie Wacker Thun beichtet, empfing Wacker Thun mit einem stark reduzierten Kader und zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen den bisher makellosen Leader aus Schaffhausen. Die Ausgangslage war klar: Die Kadetten als Favorit, Wacker als Herausforderer. Doch die Thuner zeigten von Beginn an, dass sie sich nicht verstecken würden.

Mut, Wille – und eine Führung zur Pause

Wacker erwischte einen beeindruckend guten Start und lag von Beginn weg in Führung. Besonders Spielmacher Ante Gadza startete fulminant, zeigte mehrfach seine Klasse und gab der Mannschaft so das nötige Selbstvertrauen und den Willen mit in die Partie.

Die Jungs in Grün spielten mutig, variantenreich und fanden offensiv wie defensiv hervorragend ins Spiel. Der Leader reagierte und besonders der Nationalspieler Luka Maros zeigte sein Können in sehenswerten Einzelaktionen. Nach zehn Minuten stand es absolut verdient 7:7 – eine ausgeglichene Partie.

Die Thuner blieben hartnäckig, und nach 15 Minuten brachte Flavian Römer Wacker mit einem 12:10 in Führung. Das Spiel blieb eng und attraktiv. Nach 17 Minuten wechselte Remo Badertscher Silvan Fürst an Stelle Marc Winkler ins Tor, wobei auch Winkler solid ins Spiel gestartet war. Silvan Fürst setzte aber sofort Akzente mit sehenswerten Paraden.

Fürst sollten im gesamten Spiel zwölf Paraden gelingen, eine Leistung, welche ihm zum Schluss die Wahl zum Best Player auf Seiten der Thuner bescheren sollte. Fünf Minuten vor der Pause war das Spiel weiterhin völlig offen, doch Wacker liess nicht nach und belohnte sich: 18:16‑Pausenführung gegen die Kadetten – ein starkes Statement.

Leidenschaft, Kampfgeist und der Glaube an den Sieg

Auch nach dem Seitenwechsel verteidigte Wacker den Vorsprung leidenschaftlich. Fürst blieb ein sicherer Rückhalt und die Deckung arbeitete kompromisslos. Nach 40 Minuten lag Wacker weiterhin vorne: 21:18, und die über 900 Zuschauer begannen an das kleine Wunder zu glauben und feuerten ihr Team immer lautstarker an.

Als der Vorsprung bei 21:20 schmolz, nahm Coach Remo Badertscher – 43. Spielminute – sein Time-out. Wacker setzte vermehrt auf den siebten Feldspieler und hielt das Tempo hoch.

Doch auch die Kadetten reagierten: Coach Horvat zog nach 46 Minuten ebenfalls die grüne Karte und stellte auf eine offensivere Deckung um. Dieser Entscheid zeigte Wirkung – Schaffhausen ging nach 49 Minuten erstmals in Führung.

Begleitet von umstrittenen Schiedsrichterpfiffen und einigen ungleichen Beurteilungen einzelner Szenen schien das Momentum zu kippen. Doch Wacker zeigte Moral. Die Mannschaft kämpfte sich zurück, forcierte Gegenstösse und drehte die Partie erneut.

Cool geblieben in der Schlussphase

Nach 55 Minuten traf ein kämpferischer Benjamin Meschke zum vielumjubelten 30:26, worauf Horvat sein letztes Time-out nehmen musste. Die Kadetten verkürzten zwar nochmals auf 30:27, doch Wacker schlug sofort zurück: Jonathan Buck, der aufgrund diverser Ausfälle das ganze Spiel durchspielte und eine ausgezeichnete Leistung ablieferte, stellte wieder auf vier Tore Unterschied.

Die Entscheidung schien gefallen, doch Schaffhausen versuchte in den letzten Minuten mit schnellen Angriffen und offensivem Pressing das Blatt nochmals zu wenden. Wacker blieb cool.

Nach dem letzten Time-out eine Minute vor Schluss sorgte Joshua Baumann abgeklärt für die definitive Entscheidung zum 33:29. Am Ende stand der hochverdiente, emotionale 34:31‑Sieg gegen den bisher makellosen Leader aus Schaffhausen fest.

Ein Sieg des Willens und ein grosses Ausrufezeichen

Wacker Thun bezwingt den Leader mit einem dezimierten Kader, aber mit unglaublich viel Herz, Leidenschaft und Teamgeist. Der Lohn: Ein Sieg, der Mut macht und zeigt, wozu diese Mannschaft fähig ist.

Weiter geht es nun mit zwei Spielen gegen unmittelbare Tabellennachbarn. Zuerst mit einem Auswärtsspiel am Sonntag, 15. Februar, gegen St. Otmar St.Gallen und eine Woche später, am 22. Februar 2026, lädt Wacker den BSV Bern zum Derby ein. Anspiel ist um 17 Uhr.

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