Stadt Thun setzt erste Velostrassen-Pilotrojekte um
Auf zwei Strassenzügen entstehen im Herbst 2026 die ersten Thuner Velostrassen. Die Pilotprojekte sollen Erkenntnisse für den Ausbau des Velo-Netzes liefern.

Wie die Stadt Thun ausführt, erfolgen die ersten Umsetzungen der Velostrassen in der Länggasse, zwischen Schlossmattstrasse und Jungfraustrasse, sowie der Uttigenstrasse, zwischen Regiestrasse und Franzosenweg.
Beide erfüllen die Voraussetzungen für eine Velostrasse bereits heute weitgehend: Zu den wichtigsten Kriterien zählen eine bestehende Tempo-30-Zone, ein hoher Veloverkehrsanteil sowie ein geringes Motorfahrzeugaufkommen.
In der Länggasse werden seit Mitte August vorbereitende Arbeiten ausgeführt, in deren Zuge der Kreisverkehr beim Eigerplatz aufgehoben wird. Insgesamt sollen in Zusammenhang mit der Umsetzung der Thuner Velo-Initiative zukünftig rund vierzehn Kilometer Velostrassen entstehen.
Grosse Velo-Piktogramme
Der Anfang und das Ende der geplanten Velostrassen werden mit einer entsprechenden Bodenmarkierung gekennzeichnet.
Entlang der Strecke verdeutlichen grosse Velo-Piktogramme sowie rote Randmarkierungen den Verlauf der Velostrasse und machen auf die erhöhte Präsenz von Velofahrenden aufmerksam. Auf Velostrassen haben Fahrzeuge aus einmündenden Strassen keinen Vortritt.
Die witterungsabhängigen Markierungsarbeiten finden im August und im September statt, dabei kann es vereinzelt zu kurzen Wartezeiten kommen. Die Inbetriebnahme der Velostrassen ist Mitte Oktober geplant.
Erstes Fazit 2027
Die beiden Pilotprojekte werden im Sommer 2027 einer Wirkungsanalyse unterzogen. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für Empfehlungen zum weiteren Ausbau von Velostrassen in Thun. Die Kosten belaufen sich auf rund 270'000 Franken.






