FC Thun: Präsident Andres Gerber bittet die Fans um Geduld
Die 0:7-Blamage des FC Thun im Europa-League-Playoff bei Lech Poznan hallt im Berner Oberland nach. Präsident Andres Gerber bezieht Stellung.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Thun ist nicht nach Wunsch in die Mission Titelverteidigung gestartet.
- Nach dem Tiefpunkt beim 0:7 in Polen bezieht Klub-Präsident Andres Gerber nun Stellung.
- Er fühlt mit den frustrierten Fans, verteidigt aber angesichts des massiven Umbruchs auch den Klub.
In einem umfassenden Video-Statement von Präsident Andres Gerber hat der FC Thun auf die Europacup-Blamage reagiert: Nach dem desaströsen 0:7 im Europa-League-Playoff bei Lech Poznan bezieht Gerber Stellung zu den Bedenken um den kriselnden Schweizer Meister.
Die Pleite des FC Thun in Polen will Gerber nicht schönreden: «Es war eine Riesen-Klatsche, wir haben uns blamiert», sagt der Präsident deutlich. «Das ist etwas unglaublich Unangenehmes, und das löst natürlich sehr viel aus.»

Nach dem Match habe es eine umfassende Aufarbeitung der 0:7-Demontage gegeben. «Wir haben nach dem Match lange geredet – mit den Spielern, dem Trainer, dem Staff und dem Sportchef. Das hat auch gut getan, das ein wenig zu verdauen», so Gerber.
War der Titel «too much» für den FC Thun?
Man sei aber keineswegs ratlos, warum es beim amtierenden Meister nicht läuft. Der Umbruch ist enorm, zahlreiche Leistungsträger sind weg, auch Erfolgstrainer Mauro Lustrinelli ist gegangen. Weitere Abgänge werden folgen – Michael Heule und Valmir Matoshi zuvorderst.
«Ich habe das Gefühl, es war irgendwie ‹too much›», meint Gerber im Rückblick. «Wenn wir Fünfter oder Sechster geworden wären, wäre das immer noch super gewesen als Aufsteiger. Aber wir sind Schweizer Meister geworden, und das gefühlt sehr souverän.»

Der Titel habe beim FC Thun intern «sehr viel ausgelöst, auch emotional», gibt Gerber zu. «Mauro ist nach dem Titel direkt gegangen, auch Bertone ist gegangen. Auch andere Spieler, die gute Angebote hatten – wo wir auch froh sind, weil es Erfolgsgeschichten sind.»
«Solche Resultate sind empfindlich, die tun weh»
«Aber der eine oder andere, der da ist, wird uns noch verlassen», so der Präsident. «Das ist ein wochenlanger Prozess, der sehr viel Energie frisst. Der eine oder andere wartet nur auf seine Angebote, die Berater wirbeln hintendran wie wild. Und wir versuchen, das Team zusammenzuhalten – das ist enorm anspruchsvoll.»

«Solche Resultate wie gegen YB oder gegen Lech sind empfindlich, die tun weh. Gleichzeitig gehören sie auch irgendwie zum Prozess», so Gerber. «Dafür müssen wir ein bisschen Zeit haben, wir sind mittendrin. Ich verstehe alle, die Mühe haben – wir haben uns an das Gewinnen gewöhnt.»
«Wir haben gewusst, dass es mit all den Abgängen schwierig wird. Jetzt sind wir dort, und trotzdem haben wir uns für Europa qualifiziert. Man merkt, dass wir sehr viele gute Spieler haben», so Gerber. «Ich sehe nicht alles schwarz, es ist sehr vieles positiv.»
| Super League (23.08.2026) | Sp | S | N | U | Tore | Pkt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | 3 | 3 | 0 | 0 | 11:2 | 9 | |
| 2. | ![]() | 4 | 3 | 1 | 0 | 7:4 | 9 | |
| 3. | ![]() | 3 | 2 | 0 | 1 | 12:4 | 7 | |
| 4. | ![]() | 3 | 2 | 0 | 1 | 7:5 | 7 | |
| 5. | ![]() | 3 | 2 | 1 | 0 | 8:6 | 6 | |
| 6. | ![]() | 4 | 1 | 1 | 2 | 4:4 | 5 | |
| 7. | ![]() | 4 | 1 | 2 | 1 | 4:8 | 4 | |
| 8. | ![]() | 3 | 1 | 2 | 0 | 3:4 | 3 | |
| 9. | ![]() | 3 | 1 | 2 | 0 | 5:11 | 3 | |
| 10. | ![]() | 4 | 1 | 3 | 0 | 4:10 | 3 | |
| 11. | ![]() | 3 | 0 | 2 | 1 | 3:7 | 1 | |
| 12. | ![]() | 3 | 0 | 3 | 0 | 5:8 | 0 | |
| Super League (23.08.2026) | Sp | Pkt | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | 3 | 9 | |
| 2. | ![]() | 4 | 9 | |
| 3. | ![]() | 3 | 7 | |
| 4. | ![]() | 3 | 7 | |
| 5. | ![]() | 3 | 6 | |
| 6. | ![]() | 4 | 5 | |
| 7. | ![]() | 4 | 4 | |
| 8. | ![]() | 3 | 3 | |
| 9. | ![]() | 3 | 3 | |
| 10. | ![]() | 4 | 3 | |
| 11. | ![]() | 3 | 1 | |
| 12. | ![]() | 3 | 0 | |

























