In diesem Sommer bieten Kulturschaffende in der von Künstler Heinrich Gartentor angelegten Stadtoase auf dem Thuner Viehmarkplatz Kulturhäppchen an. Damit will die Stadt professionellen Kunstschaffenden eine Plattform bieten, die ihnen während der Corona-Pandemie gefehlt hat.
Thun
Ein Bild von Thun aus der Vogelperspektive. - pixabay

Die temporäre «grüne Insel» eigne sich bestens für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Kleinkunst oder Spoken Word-Auftritte, wird die Leiterin der Thuner Kulturabteilung, Marianne Flubacher, in einer Mitteilung der Stadt vom Dienstag zitiert.

Die Pandemiemassnahmen erlauben allerdings noch keine grösseren Anlässe, weshalb Kunstschaffende mit einem engen Thunbezug lediglich Kurzauftritte geben. Die Aktion dauert vom 7. Juli bis am 11. August. Die Kulturhäppchen werden jeweils am Dienstagabend von 18.30 bis 19 Uhr «serviert».

Die Künstlerinnen und Künstler erhalten pro Person und Auftritt ein Honorar von pauschal 300 Franken. Ausserdem können sie am Ende der Vorstellung eine Hutkollekte durchführen.

Der Thuner Künstler Heinrich Gartentor realisierte Anfang Juni auf dem Viehmarktplatz die Installation einer Magerwiese als «grüne Insel» mitten in der Stadt.

Der Viehmarktplatz diente einst, wie der Name sagt, als Ort für Schlachtviehmärkte. Später wurde er als Parkplatz genutzt. Vor mehreren Jahren wollte die Stadt den langgestreckten Platz als Car-Terminal nutzen, was aber kaum Anklang fand. Seither fristet der Platz an der historischen Stadtmauer ein sprichwörtliches Mauerblümchendasein.

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