Pilotprojekt zeigt neue Wege der Solarstrom-Speicherung
Die Gemeinde Thalwil fördert ein Pilotprojekt im Gesundheitspark, das mit einer neuartigen Flussbatterie überschüssigen Solarstrom speichert und nutzt.

Wie die Gemeinde Thalwil mitteilt, hat die Umweltkommission im Rahmen des Förderprogramms Klima beschlossen, ein Pilotprojekt des Gesundheitsparks Thalwil in Zusammenarbeit mit dem lokalen Batterieunternehmen UnboundPotential finanziell zu unterstützen.
Das Projekt soll aufzeigen, wie eine neuartige Flussbatterie zur besseren Nutzung des auf den Dächern des Gesundheitsparks erzeugten Solarstroms beitragen kann. Mit dem Förderprogramm Klima unterstützt die Gemeinde Thalwil die Bevölkerung und die lokalen Unternehmen in ihren Beiträgen zum Klimaschutz und zur Energiewende.
Mit einem Rahmenkredit von einer Million Franken werden der Bau von Photovoltaikanlagen, der Heizungsersatz, Energieeffizienzmassnahmen und ab 2026 Klimaanpassungsmassnahmen finanziell gefördert.
Gesuche für die Unterstützung von Pilotanlagen und innovativen Spezialprojekten können direkt an die Umweltkommission gestellt werden, welche deren Förderwürdigkeit im Einzelfall prüft.
Gespeicherte Sonnenkraft für die Nacht
Ein solches Gesuch wurde vom Gesundheitspark Thalwil zusammen mit der Firma UnboundPotential AG eingereicht. Der Gesundheitspark Thalwil betreibt auf seinen Dächern seit 2023 eine der grössten Photovoltaikanlagen im Bezirk mit einer maximalen Leistung von 500 Kilowatt und einer Jahresproduktion von etwa 480 Megawattstunde was einem Stromverbrauch von etwa 120 Einfamilienhäusern entspricht.
Gleich nebenan ist mit der UnboundPotential AG ein Batterie Startup, welches an der Entwicklung einer membranlosen Flussbatterie-Technologie arbeitet, beheimatet. Zusammen wollen die beiden Unternehmen die erste grosse Flussbatterie bauen und betreiben, um so mehr Solarstrom direkt im Gesundheitspark zu nutzen.
Die Batterie soll tagsüber überschüssigen Strom zwischenspeichern, welcher dann am Abend und in der Nacht im Gesundheitspark genutzt werden kann. Da es sich bei der Batterie um eine Erstentwicklung handelt, sind die Kosten entsprechend hoch.
Förderung für innovative Klimaprojekte
Genau für solche Projekte im Sinne der Klimapolitik, welche aber aufgrund ihrer Neuartigkeit Mehrkosten im Vergleich zu einer konventionellen Lösung verursachen, hat die Gemeinde einen entsprechenden Fördermechanismus im Förderreglement Klima vorgesehen.
Die Umweltkommission war vom Projekt und seiner Wirkung überzeugt und hat eine finanzielle Unterstützung beschlossen. Wenn das Projekt wie geplant voranschreitet, wird die Batterie im Sommer 2026 den Betrieb aufnehmen.










