Suhr warnt vor gefährlichen Grünastabbrüchen
Die Trockenheit setzt Suhrs Bäumen stark zu. Neben Dürrästen können auch gesunde, grüne Äste unvermittelt abbrechen und herabfallen.

Wie die Gemeinde Suhr mitteilt, ist es inzwischen in vielen Landesteilen unübersehbar – die Vegetation leidet unter der massiven Trockenheit, kombiniert mit aussergewöhnlich hohen Temperaturen. Viele Pflanzen haben als erste Wasserspar-Massnahme das Wachstum eingestellt, um unter den aktuellen Bedingungen zu überleben.
Ein alter Baum, der pro Tag bis zu 400 Liter Wasser verdunstet, schützt sich ebenfalls vor dem Verdursten, indem er seinen Wasserbedarf reduziert. Das kann er einerseits durch das vorzeitige Abwerfen von Blättern, andererseits durch das Einstellen der Versorgung ganzer Äste. Deshalb bilden viele Bäume im Moment Totholz, das mit dem Wind herunterfallen kann.
Um die Bäume nicht noch mehr zu belasten, verzichtet die Gemeinde darauf, bei dieser Hitze das Totholz herauszuschneiden, zumal damit zu rechnen ist, dass bei gleichbleibendem Wetter sofort wieder neues Totholz gebildet wird. Weit gefährlicher als herunterfallende Dürräste sind aber derzeit Grünastabbrüche bei scheinbar gesunden Bäumen.
Bei manchen Arten kann der Wassermangel nämlich den Abwurf grosser, grün belaubter Äste zur Folge haben. Diese lassen sich auch durch regelmässige Kontrollen nicht vorhersehen und geschehen meist plötzlich und unverhofft, ganz ohne Wind oder andere externe Einwirkung.
Keine Entspannung der Lage in Sicht
Eine Entspannung der Lage ist derzeit leider nicht absehbar. Die Gefahr wird sich erst mit einer langen Regenperiode und tieferen Temperaturen reduzieren.
Das Bauamt wässert die frisch gepflanzten Jungbäume regelmässig, um diese nicht zu verlieren. Allerdings ist es nicht möglich, die Bäume im gesamten Gemeindegebiet mit ausreichend Wasser zu versorgen, um der Gefahr entgegen zu wirken.
Da die Spielplätze, Schulareale, Bänke und Begegnungszonen für die Bevölkerung zugänglich bleiben sollen, wird auf eine grossflächige Absperrung verzichtet.










