Der Landrat Nidwalden hat am Mittwoch ohne Maske getagt. Möglich wurde dies, nachdem sich alle 60 Parlamentsmitglieder auf eine freiwillige Zertifikatspflicht geeinigt haben.
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Der Nidwalder Landratssaal. - Keystone

Landratspräsident Stefan Bosshard (FDP) sagte bei der Eröffnung der Sitzung im Loppersaal in Hergiswil, er sei glücklich, dass sich der Landrat für seine künftigen Sessionen auf eine freiwillige 3G-Politik geeinigt habe. Es sei ein Schritt hin zu normalen Sitzungen. Die übrigen Coronamassnahmen wie «Hände desinfizieren» und «Abstand halten», würden indes weiterhin gelten.

Allerdings kann der Landrat trotz 3G weiterhin nicht im engen Landratssaal im historischen Rathaus in Stans tagen. Seit Ausbruch der Krise kam das Parlament in Stans in einer kommunalen Turnhalle oder im Theatersaal des Kollegiums zusammen. Am Mittwoch tagte es ausserhalb des Hauptorts, im Loppersaal in Hergiswil. In dieser Halle war eine grosszügige Bestuhlung möglich.

3G im Kantonsparlament soll auch in Luzern gelten. Weil dort ein Teil der Parlamentsmitglieder aber das Zertifikat ablehnt, konnte dies nicht auf freiwilliger Basis eingeführt werden. Der Kantonsrat hat am Dienstag eine Motion überwiesen, die eine Gesetzesgrundlage für eine Zertifikatspflicht im Kantonsparlament forderte. Er hofft, dank dem Zertifikat wieder im Kantonsratssaal tagen zu können.

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