In Nidwalden ist die Bevölkerung nach Einschätzung der Behörden noch nicht ausreichend gegen das Coronavirus immun. Weil die Hygiene- und Abstandsregeln immer weniger eingehalten und die Fallzahlen steigen würden, sei eine Impfung umso wichtiger, teilte das kantonale Gesundheitsamt am Freitag mit.
Coronavirus
Eine Person erhält eine Impfung. (Archiv) - dpa

Im Kanton Nidwalden haben sich bislang 22'000 Personen mindestens einmal gegen Corona impfen lassen, über 18'000 davon haben auch die zweite Dosis verabreicht erhalten. Damit sind mehr als 58 Prozent der Nidwaldnerinnen und Nidwaldner, die älter als zwölf Jahre alt sind, mindestens ein Mal geimpft worden.

Der Kanton beurteilt das Erreichte gemischt. Er sei mit der Impfquote zufrieden, teilte er mit. Für eine umfangreiche Immunisierung müsste der Wert aber höher sein.

Der Kanton verweist auf die steigenden Fallzahlen, zu denen es wegen der Lockerung der Coronabeschränkungen und der Sommer- und Reiseaktivitäten gekommen sei. Es sei offensichtlich, dass die Verhaltens- und Hygieneregeln immer weniger eingehalten würden.

Der Kanton ruft die Bevölkerung dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Bis Ende August ist dies nach entsprechender Anmeldung im kantonalen Impfzentrum in Stansstad möglich. Später wird dies nur noch in Apotheken und Arztpraxen möglich sein.

Nach Behördenangaben ist die Impfung nötig, um schwere Krankheitsverläufe möglichst zu verhindern und die Gefahr, dass wieder strengere Coronamassnahmen ergriffen werden müssen, zu senken. Um den Zugang zur Impfung zu erleichtern, prüft Nidwalden, ob nicht auch Spontanimpfungen ohne vorgängige Registrierung angeboten werden sollen.

Ein solches niederschwelliges «Walk-In»-Angebot gibt es etwa bereits in den Kantonen Zug und Schwyz. Auch das Kantonsspital Luzern bietet neu Coronaimpfungen für Kurzentschlossene an, wie es am Freitag mitteilte. Möglich sind diese Impfungen von Montag bis Freitag jeweils von 14 und 17 Uhr. Die Registrierung erfolgt direkt vor Ort.

Mehr zum Thema:

Coronavirus