Nidwalden: Japankäfer: Pufferzone für Hergiswil und Stansstad
Weil im benachbarten Luzern eine Population des Japankäfers nachgewiesen wurde, gilt im Kanton Nidwalden neu eine Pufferzone – betroffen sind vor allem Hergiswil und Stansstad.

Der Japankäfer ( Popillia japonica Newman) ist ein hochschädlicher Quarantäneorganismus, der sowohl als Larve wie auch als erwachsenes Insekt erhebliche Schäden verursacht. Die Larven leben als Engerlinge im Boden und fressen die Wurzeln von Gräsern, was zum Absterben ganzer Flächen führen kann. Besonders gefährdet sind humose und feuchte (bewässerte) Grünflächen, die bevorzugte Eiablageorte darstellen.
Die Käfer befallen und gefährden über 400 verschiedene Pflanzenarten, darunter Reben, Obstbäume, Beeren, Gemüse, Mais sowie zahlreiche Zier- und Wildpflanzen wie Ahorn und Linde. Typisch ist der sogenannte Skelettfrass, bei dem nur die Blattadern stehenbleiben. Auch Blüten und Früchte können stark geschädigt werden.
Die regionale Ausbreitung durch Flug kann bis zu 20 Kilometer pro Jahr betragen. Japankäfer können jedoch noch grössere Strecken als «blinde Passagiere» in Fahrzeugen oder Zügen zurücklegen.
Verfügte Massnahmen in Nidwalden
Nachdem in den grenznahen Luzerner Gemeinden Horw, Kriens und Luzern eine Population des Japankäfers nachgewiesen wurde, ist gemäss Vorgabe des Bundes im Kanton Nidwalden eine Pufferzone ausgeschieden worden, zu der weite Teile von Hergiswil und Stansstad gehören. Geringfügig tangiert sind zudem die Gemeinden Ennetbürgen, Ennetmoos und Stans.










