2:2 im Classico: Buochs kassiert Ausgleich in Nachspielzeit

Nau.ch Lokal
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Nidwalden,

Ein dramatisches Finish kostet den SC Buochs zwei Punkte. Trotz starker Moral und Denners späten Führungstreffers endet das Derbyspiel gegen Zug 94 mit 2:2.

SC Buochs
Der SC Buochs ist ein Fussballverein im Kanton Nidwalden. Die Nidwaldner tragen ihre Heimspiele auf dem Sportplatz Seefeld aus. - Hansruedi Lüthi/ Grafik Nau.ch

Wie der SC Buochs berichtet, sickerte unter der Woche durch dass Offensivkraft Leonardo Würmli den Verein nach insgesamt fünf Saisons, in einvernehmlicher Absprache mit der sportlichen Leitung Richtung Kickers Luzern verlassen hat.

Bleibt zu hoffen dass er in absehbarer Zeit noch eine würdige Verabschiedung von seinen Fans auf dem Seefeld erhalten darf. Als unmittelbarer Realersatz, allerdings nicht positionsgetreu, konnte der Kernser Ronnie Durrer für die Hinrunde vom FCL U21 ausgeliehen werden.

Zug kam moralisch gestärkt in diesen Innerschweizer Evergreen, der häufigste Gegner der Buochser seit der Jahrtausendwende! Der Sieg vor Wochenfrist gegen GC kam ein bisschen überraschend und sollte für Buochs eine Warnung sein. Zumal bei Buochs neben Würmli auch der eigentliche Motor Dubler aufgrund eines geschäftlichen Einsatzes fehlte.

Buochs startet ohne Eigengewächse

Etwas ungewöhnlicher hingegen war die Tatsache dass kein Eigengewächs in der Startelf stand. Dies war unter anderem auch der Tatsache geschuldet dass Spieler wie Nico Fischer oder Silvio Scherer der Anfrage Folge leisteten, mit der zweiten Mannschaft mitzugehen um in Hochdorf ihren Beitrag zum feinen 2:7 Auswärtssieg beizusteuern. Frank und Achermann waren indisponibel, und Gisler sowie Bissig nahmen vorerst auf der Bank Platz.

All diesen Umständen zum Trotz startete Buochs gleich im 6. Gang. Quasi mit dem ersten nennenswerten Angriff über die rechte Seite durch Vogel gelangte der Ball zur Mitte, wo schliesslich Rosenberg eiskalt zum 0:1 vollstreckte. Buochs wäre danach gut beraten gewesen das Spiel zu entschleunigen und den Gegner im Griff zu haben, doch dies glückte nicht vollauf.

Bereits nach zehn Minuten bejubelten die Platzherren den Ausgleich. Nach einer ungeahndeten Foulorgie der Zuger wurde der Ball in die rechte Strafraumhälfte gespielt, von wo Caserta aus spitzem Winkel Da Silva im Kasten der Buochser keine Chance liess.

Rosenberg sorgt weiter für offensive Impulse

Nach gut einer Viertelstunde prüfte der gute Impulse liefernde Rosenberg mit einem Weitschuss aus 20 Metern den Zuger Goalie mit dem klangvollen Namen Vanins (ja, das ist der Sohnemann), doch dieser liess sich nicht düpieren.

Nach einer halben Stunde kam Buochs zur nächsten verheissungsvollen Szene, als Sousa Pinto sich am linken Flügel durchsetzte und den Pass scharf ins Zentrum drosch, wo Vogel am zweiten Pfosten frei zum Abschluss kam, diesen aber weit über das Gehäuse setzte.

Die nächste Aktion welche im Ansatz stark nach Tor roch bot sich den Hausherren, als 5 Minuten vor der Pause Teichmann seinen Kollegen Caserta steil in die Tiefe lancierte, dieser Da Silva aussen umkurvte und aus spitzem Winkel in den Abschluss ging, diesen aber am weiten Pfosten vorbeirollen sah.

Teichmann selber sorgte noch für das Schlussbouquet der ersten Halbzeit, als sein Weitschuss aus rund 20 Metern von Da Silva mit einem starken Reflex noch knapp über die Latte gelenkt werden konnte.

Buochs erhöht in der Schlussphase den Druck

Auch in Halbzeit zwei setzte Buochs die ersten Ausrufezeichen, doch sowohl Kameraj wie auch Meyer blieben mit ihren Abschlüssen erfolglos. Das Spiel wirkte dem Resultat entsprechend recht ausgeglichen, ohne klare Feldvorteile für eines der beiden Teams.

Erst in der Schlussphase legte Buochs nochmals einen Gang zu und rollte eine Angriffswelle aufs Zuger Tor an. Kameraj und Mulanga versuchten sich mit ihren Abschlüssen, welche allesamt an der Zuger Verteidigung abprallten, ehe der Ball zentral vor dem Tor zu Denner gelangte, welcher per Kopf die halbwegs verwaiste rechte Torecke anvisierte und den Ball auch just dort unterbrachte.

Ausgelassener Jubel auf Buochser Seite, inklusive der Betreuer- und Auswechselbank. Nun galt es die verbleibenden 5+ Spielminuten ruhig und konzentriert über die Runden zu bringen und die drei Punkte sicher einzutüten.

Barreiro rettet Buochs in letzter Sekunde

Nachspielzeit der 2. Halbzeit. Flanke vors Tor, Pandurovic zwingt Da Silva per Kopf zu einer mirakulösen Parade, welche zum Corner entschärft wurde. Corner der von Caserta vors Tor gezwirbelt wurde, wo niemand für Barreiro verantwortlich schien, der sich artig für die Gelegenheit bedankte und den Ball per Kopf in die nahe hohe Torecke versorgte.

Auch wenn ein Remis im Grossen und Ganzen das Spielgeschehen über die gesamte Spielzeit nicht schlecht widergibt, so muss sich Buochs an den eigenen Ohren nehmen, einen praktisch sicher geglaubten Sieg in extremis doch noch aus den Händen gegeben zu haben. Sehr ärgerlich.

Somit findet sich Buochs nach fünf Runden im breiten Tabellenmittelfeld wieder und trifft am kommenden Samstag zuhause auf den etwas überraschenden Leader und Aufsteiger FC Muri-Gümligen.

Ex-Buochser Kurmann fehlt beim Wiedersehen

Noch vor Beginn der Meisterschaft freute Buochs sich auf ein Wiedersehen mit Ex-Spieler Dario Kurmann, der noch vor wenigen Monaten mit Muri-Gümligen aufgestiegen war.

Doch in der Zwischenzeit ist viel Wasser durch den Vierwaldstättersee und die Reuss hinunter geflossen und Dario Kurmann spielt mittlerweile beim FC Horw II, womit das Wiedersehen leider ins Wasser fällt.

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