Wieder nur ein Tor: Bittere Overtime-Niederlage für Pfanni

UHC Pfannenstiel unterliegt den Kloten-Dietlikon Jets auswärts 3:4 n.V. und liegt in der Serie nun 1:2 zurück – die Entscheidung bleibt offen.

UHC Pfannenstiel
Pfanni muss sich auswärts den Kloten-Dietlikon Jets hauchdünn geschlagen geben. - UHC Pfannenstiel

Wie der UHC Pfannenstiel berichtet, verlieren die Zürcher Oberländer auch das zweite Playoff-Spiel des Wochenendes mit einem Tor Unterschied. Im dritten Spiel mussten sie sich auswärts den Kloten-Dietlikon Jets nach aufopferungsvollem Kampf erst in der Verlängerung geschlagen geben. Siegesschütze für die Klotener beim 4:3-Sieg war der Finne Kauppinen.

Der UHC Pfannenstiel war motiviert nach der Heimniederlage in der Flughafenstadt zurückzuschlagen. Der Start verlief aber gar nicht nach dem Gusto der Gäste. Obwohl Dudler in der 3. Minute den ersten Abschluss hatte, waren es die Jets die das Zepter übernahmen und das Spiel bestimmten.

So war auch der Führungstreffer der Einheimischen nicht unverdient. Siegfried flippte einen Freistoss in den Slot zum freistehenden Rieder, der via Bein von Verteidiger Kreienbühl zur 1:0-Führung traf. Nur eine Minute später hatte Burri auf der rechten Seite zu viel Raum und Zeit, sein Drehschuss konnte aber Schindele sicher behändigen.

Effizienz fehlt – Moral stimmt

Pfanni konnte aber auch immer wieder Nadelstiche setzen. So tankte sich Luchsinger in der 11. Minute durch, doch sein Abschluss war eine sichere Beute des deutschen Nationaltorhüters Lemke. In der 13. Minute konnte Pfanni nach einer Strafe gegen Nussbaumer erstmals in Überzahl auflaufen.

Die grösste Chance hatte dabei Hafner, der Lemke zu einer grossartigen Parade zwang. Wenig später hatte auf der gegenüberliegenden Seite Caviezel die Möglichkeit die Jets-Führung auszubauen, doch auch er blieb am Torhüter hängen. Selbiges galt auch für Schellenberg, der in der letzten Spielminute seinen Meister ebenfalls in Schindele fand.

Es schien als konnten die Jets mit einer verdienten Führung in die Pause, doch Pfanni-Captain Nideröst hatte dagegen etwas einzuwenden. 26 Sekunden vor der Pause marschierte er der linken Bande entlang, zog ab und traf präzise halbhoch in die weite Ecke zum 1:1-Ausgleich. Ein etwas schmeichelhaftes Resultat, da Pfanni doch das letzte Feuer im ersten Drittel vermissen liess.

Pfanni übernimmt das Kommando

Dies sollte dann in Drittel Nummer 2 besser werden. Nachdem der Klotener Nussbaumer Schindele bereits nach 4 Sekunden prüfte, zeigte Pfanni in der Folge deutlich mehr Engagement und Leidenschaft. Während wenig später Bier im Slot eine Vorlage von Virrankari um Zentimeter verpasste, machte es in der 22. Minute van Welie besser.

Nach einem schönen Querpass von Hurni brachte er die Zürcher Oberländer mit dem 2:1 erstmals in Führung. Pfanni war nun definitiv im Spiel angekommen und hatte in der 23. Minute eine weitere Grosschance. Forrer sah sein Volleyabschluss aber von Lemke pariert.

In der 26. Minute musste dann aber Lemke doch ein weiteres Mal hinter sich greifen. Nach einem mustergültig vorgetragenen Konter wurde van Welie von Klauenbösch freigespielt und bezwang Lemke in der nahen Torecke mit seinem zweiten persönlichen Tor zum 3:1.

Jets erhöhen den Druck

Die Jets hatten nun also wieder eine Denkaufgabe vom Underdog verpasst bekommen. Diese nahmen sie an und warfen alles ins Spiel, was sie hatten. So nahmen sie Pfanni ab der 30. Spielminute in den Schwitzkasten. In der 31. Minute konnten sie dann jubeln, doch das Tor wurden im Anschluss wegen Schutzraumoffside die Anerkennung verwehrt.

Die Jets versuchten es weiter, scheiterten aber Mal für Mal am erneut starken Schindele im Pfanni-Tor oder an der solidarischen Blockarbeit. Erst drei Sekunden vor der zweiten Pausensirene war der Bann gebrochen.

Nach einem Freistoss des Heimteams stimmte für kurze Zeit die Zuteilung im Pfanni-Slot nicht, was Nussbaumer eiskalt mit dem längst überfälligen 2:3-Anschlusstreffer bestrafte. Dies war zugleich auch das Pausenresultat. Das letzte Drittel versprach einmal mehr Spannung pur.

Ausgleich lässt Halle beben

Für einmal hatte Pfanni die erste Chance, nach einem Ballverlust konnte Forrer alleine auf Lemke losziehen, konnte diesen aber nicht bezwingen. Es war nun wieder ein ausgeglicheneres und sehr intensives Spiel. Weitere Grosschancen blieben aber vorerst Mangelware.

In der 51. Minute bewies Kauppinen hinter der Grundline viel Übersicht und bediente den heranstürmenden Schumacher, der zum umjubelten 3:3-Ausgleich traf. Die Spannung war nun greifbar. In der 56. Minute scheiterte Nussbaumer am Pfosten und nur Sekunden vor dem Schlusspfiff hatte Luchsinger den Sieg für Pfanni auf dem Stock, doch Lemke rettete mirakulös mit der Hand.

So musste die Verlängerung die Entscheidung bringen. Die Jets hatten dabei den längeren Atem und konnten nach einem Bogenlauf durch Kauppinen den vielumjubelten 4:3-Siegestreffer erzielen. Der Favorit konnte also den Kopf gerade noch aus der Schlinge ziehen und Pfanni war logischerweise nach diesem Gegentreffer am Boden zerstört, so nahe waren sie an einer weiteren Überraschung.

Alles oder nichts am Wochenende

Hafner brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: «In der Verlängerung zu verlieren ist zum einen extrem bitter, aber es zeigt auch, dass wir die Qualität haben mit den Jets mitzuhalten. Letztendlich hat sich an der Situation nichts geändert. Wir brauchen drei Siege zum Vorstoss in die nächste Runde und das ist nach wie vor möglich.»

Schläpfer fügte noch an: «Auch das dritte Spiel war hart umkämpft. Die Jets waren über weite Strecken dominant, allerdings konnten wir unsere Chancen effizient ausnutzen. Schade hat es schlussendlich nicht ganz geklappt. Wir freuen uns bereits aufs Duell am Freitag und hoffen erneut auf lautstarke Fans.».

Pfanni liegt nun 1:2 zurück in der Serie, hat aber am kommenden Wochenende immer noch die Möglichkeit die Jets zum Absturz zu bringen. Am Freitag, 6. März 2026 kommt es um 20 Uhr in der 3-fach Kirchwies in Egg zum Spiel Nummer 4.

Bei einem Sieg der Zürcher Oberländer würde es am Sonntag, 8. März 2026 um 17 Uhr in der Stighag-Arena in Kloten zum allesentscheidenden 5. Spiel kommen. Pfanni wird in jedem Falle alles daran setzen den Aufstiegsfavoriten weiterhin zu ärgern und ihm alles abzuverlangen.

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