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Sieg ohne Gala: FC Stäfa erfüllt die Pflichtaufgabe

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Nach einer schwierigen ersten Halbzeit steigert sich der FC Stäfa und gewinnt mit 2:0. Die Tore von Saethre und Revel sichern die Punkte im Kampf um die Spitze.

Einwurf beim Fussball. (Symbolbild)
Einwurf beim Fussball. (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

Wie der FC Stäfa berichtet, erfüllten die Seebuben mit einem 2:0 Auswärtssieg beim nach wie vor im Abstiegskampf steckenden FC Greifensee ihre Pflicht, wenn auch ohne Glanz und Gala. Saethre per Kopf nach 60 Minuten und Revel mit der letzten Aktion des Spiels besiegelten das Schicksal der Oberländer. Die Punkte gehen letztlich verdient auf den Frohberg, es hätte aber durchaus auch anders herauskommen können.

Dass es in dieser Liga eng zu und her gehen kann, ist allseits bekannt. Insbesondere Teams im Abstiegsstrudel überraschen immer wieder mit guten Resultaten. So liess kürzlich Herrliberg beim Tabellenschlusslicht in Beringen wichtige Punkte liegen.

Die Frage, ob diese tabellarischen Kellerkinder tatsächlich überraschen oder ob sie von den sogenannten Spitzenteams etwas allzu rücksichtsvoll zum Tanz gebeten werden, ist eher philosophischer Natur.

Stäfa findet nicht ins Spiel gegen Greifensee

Man durfte gespannt sein auf den Auftritt der Stäfner. Wie hatten sie das Cup Aus nach gutem Spiel verarbeitet? Würden sie dieselbe Intensität aufs Feld bringen wie gegen Regensdorf? Die ersten Spielminuten zeigten rasch, dass Schwarz-Weiss nicht so recht in die Gänge kommen wollte.

Wobei: Was heisst die ersten Spielminuten? Während der gesamten ersten Halbzeit hatte Stäfa Mühe, das gewohnte Niveau zu erreichen. Der FC Greifensee machte seine Sache gut und dem Gast damit das Leben schwer. Kurz nach Spielbeginn lag gar die Führung in der Luft. Mit einem Lattenschuss hatte Greifensee kein Glück, oder anders ausgedrückt: jenes Pech, das Mannschaften im Tabellenkeller oft anhaftet.

Und beim FC Stäfa? Es fehlte an vielem, vor allem aber an Dingen, welche die Mannschaft bisher in dieser Saison ausgezeichnet hatten: an der unverhandelbaren Laufbereitschaft, an Präsenz in den Zweikämpfen und an der gewohnten Klarheit im Spiel nach vorne. Als neutraler Zuschauer war es schwierig zu erraten, wer an welcher Position in der Tabelle steht.

Reaktion nach der Pause bringt die Wende

Trainer Elmer schien in der Pause die richtigen und vor allem deutlichen Worte gefunden zu haben. Diese erste Halbzeit entsprach nicht dem Anspruch, den die Mannschaft an sich selbst hat. Stäfa übernahm nun das Spieldiktat und drückte Greifensee in die eigene Hälfte.

Die Stäfner Tugenden wie Entschlossenheit oder Engagement waren wieder da und die Führung lag mehrmals in der Luft. Allerdings stand im Greifenseer Tor ein Schlussmann, der offensichtlich wenig Lust hatte, sich an der Stäfner Ergebnisplanung zu beteiligen. Mehrfach hielt er glänzend.

Gegen den Kopfball Saethre’s nach 60 Minuten auf Flanke von Kelterborn war aber auch er machtlos. Wie schon oft in dieser Saison brachten die Einwechselspieler neuen Wind und zusätzliche Intensität ins Spiel.

Auf der anderen Seite zollte Greifensee seiner grossen Laufbereitschaft vor der Pause zunehmend Tribut. Mehrfach hätte deshalb das 2:0 fallen können, ja müssen. Ruckstuhl, Kelterborn und Revel scheiterten wiederholt am Torhüter oder am Aluminium.

Zitterspiel endet doch mit Entscheidung für Stäfa

Und dann passierte Erstaunliches auf dem Sportplatz in Greifensee. Anstatt das Spiel souverän und sicher zu Ende zu spielen, liess Stäfa den Gegner nochmals aufkommen. Was die Zuschauer zu sehen bekamen, war ein mutiges Aufbäumen der Gastgeber und eine Stäfner Hintermannschaft, die unerklärliche Ballverluste und Stellungsfehler produzierte.

Der Ausgleich lag gleich mehrfach in der Luft. Stäfa konnte aber auf einen souveränen Torhüter Thaler zählen, der hielt, was auf seinen Kasten kam. Greifensee bewies Moral und zeigte, weshalb man solche Spiele erst gewonnen hat, wenn der Schiedsrichter tatsächlich abgepfiffen hat.

Das 2:0 für Stäfa fiel dann trotzdem noch. Ruckstuhl setzte sich in seiner typischen, hartnäckigen Art gegen mehrere Verteidiger durch und legte den Ball pfannenfertig für Revel auf.

Lehrreiche Partie trotz Sieg

Fazit: Einmal mehr bestätigte sich: Unter 100 Prozent Engagement und Laufbereitschaft wird es gegen jeden Gegner in dieser Gruppe schwierig. Die Fähigkeit, nach einer schwachen Phase zurückzufinden, sagt viel über die Mentalität dieser Mannschaft aus. Dass man gegen Ende der Partie nochmals ins Schwimmen kam, wird am Dienstag aber mit Sicherheit Thema der Nachbesprechung sein.

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