681 Skorerpunkte und 559 Spiele verabschieden sich von Pfanni
Die komplett erste Sturmreihe beim UHC Pfannenstil tritt zum Ende der Saison ab: Captain Florian Nideröst, Florian Hafner und Sven Forrer beschreiten neue Wege.

Lange blieb es still an den Hängen des Pfannenstiels, doch nun folgen die ersten personellen Veränderungen im Kader im Hinblick auf die kommende Saison 2026/2027, wie der UHC Pfannenstiel mitteilt.
Es sind Abgänge, die definitiv in vielerlei Hinsicht schmerzen und die Pfanni die vergangenen Jahre entscheidend geprägt haben – genauer gesagt ist es die komplette erste Sturmreihe um Captain Florian Nideröst (30-jährig, 148 Spiele, 248 Punkte), Florian Hafner (31-jährig, 220 Spiele, 333 Punkte) und Sven Forrer (27-jährig, 189 Spiele, 100 Punkte).
Die Rücktritte beziehungsweise Wechsel aufs Kleinfeld kommen jedoch nicht überraschend, standen diese doch schon Ende der vergangenen Saison im Raum und werden nun nach der abgelaufenen Saison definitiv.
Florian Niederöst: 7 Saisons, 148 Spiele, 248 Skorerpunkte, davon 174 Tore
Florian Nideröst wechselte auf die Saison 2019/2020 hin vom L-UPL-Nachbarverein UHC Uster an den Fusse des Pfannenstiel. In seiner ersten Saison konnte er den NLB-Absteiger trotz vieler Tore noch nicht zu Höhenflügen führen, doch was danach folgte verdiente das Prädikat «Weltklasse».
Mit seinem Durchsetzungsvermögen, seiner Abschlussstärke und seinem Willen verbuchte er in den insgesamt 7 Saisons und 148 Spielen ganze 248 Skorerpunkte, davon 174 Tore – eindrückliche Werte, die seine Klasse und seine Wichtigkeit für das Team unterstreichen und ihn auf Rang 6 der ewigen Pfanni-Skorerliste brachten.
Mit diesen Werten hatte der feinfühlige Stürmer, der die letzten beiden Saisons als Captain auflief, auch sehr grossen Anteil an den drei 1.-Liga-Finalteilnahmen, am 1.-Liga-Meistertitel, am NLB-Aufstieg und den eindrücklichen NLB-Saisons des UHC Pfannenstiel.
Nicht zu vergessen sind auch die Vorstösse in den Cup-Achtel-Final beziehungsweise den Cup-Viertel-Final. Diese Leistungen sind umso eindrücklicher, da Nideröst immer wieder mit kleineren Verletzungen zu kämpfen hatte und dadurch auch einige Spiele aussetzen musste.
Verlust von starken 1,18 Toren pro Spiel
Mit Nideröst geht dem UHC Pfanni der wohl zielstrebigste und abschlussstärkste Spieler verloren, der den Weg zum Tor fast in jedem Spiel fand, was auch durch die 1,18 Tore pro Spiel eindrücklich untermauert wird.
Nideröst selber blickt mit folgenden Worten auf seine Zeit bei Pfanni zurück: «Die Zeit bei Pfanni war für mich in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes. Ich durfte viele tolle Menschen kennenlernen, grosse Emotionen und Erfolge erleben, mich persönlich wie auch spielerisch weiterentwickeln und vor allem für einen Verein spielen, der mir bis heute sehr viel bedeutet.
Pfanni ist ein Vorzeigeverein mit besonderen Menschen, die mich über all die Jahre hinweg unterstützt, begleitet und geprägt haben. Dafür möchte ich mich bei allen von Herzen bedanken.«
Nideröst wird vorläufig die Zeit mal nutzen um durchzuschnaufen und sich persönlichen Angelegenheiten zu widmen, ob und wo er nochmals zum Unihockeystock greifen wird ist aktuell noch offen – Pfanni würde sich sicherlich über ein Comeback freuen.
Floran Hafner: 220 Spiele, 333 Punkte
Noch zwei Jahre früher als bei Nideröst führte der Weg seinen kongenialen Sturmpartners Florian Hafner an den Pfannenstiel. Er feierte sein Debut beim ersten offiziellen NLB-Spiel des UHC Pfannenstiel am 16. September 2017 gegen Ad Astra Sarnen. Heute, 9 Saisons später, ist nun Schluss und es verlässt damit ein ganz Grosser die Bühne, der die Fanherzen im Sturm erobert hat.
In seinen 220 Spielen verbuchte er sagenhafte 333 Punkte, was ihm Rang 2 in der ewigen Pfanni-Skorerliste und Rang 1 in der ewigen Pfanni-Assist-Rangliste bescherte. Mit Hafner verliert der UHC Pfannenstiel den wohl kreativsten und ideenreichten Spieler der Vereinsgeschichte, und auch die Nationalliga B ist um eine Attraktion ärmer.
Doch Hafner war viel mehr als einfach ein genialer Unihockeyspieler. Er verkörperte die Werte des UHC Pfannenstiel mit viel Leidenschaft, viel Herzblut und einem unglaublich grossen Herz perfekt.
Durch seine Art und seine Fähigkeiten hatte er grossen, sehr grossen Anteil an allen Erfolgen von Pfanni in den letzten Jahren, ob alle Cup-Geschichten, die Playoff-Finals, der erneute NLB-Aufstieg oder auch die NLB-Playoff-Teilnahmen – er war immer ein ganz wichtiger Part.
Wechsel zum Herren 5-Kleinfeld-Team des UHC Pfannenstiel
Auch neben dem Feld sind seine kreative Ader und seine Skills unübersehbar. Sei es mit seinen einmaligen Ideen im Instagram-Account, dem Video «Ufe isch s’Ziel» welchen er zusammen mit Nideröst bewerkstelligte, seinen unzähligen Designs für Autogrammkarten, Tenues, Shirts oder was auch immer – er lebte Pfanni und Pfanni lebte von und mit ihm.
Hafner blickt mit viel Dankbarkeit zurück auf seine Zeit bei Pfanni: «Es war eine unglaubliche Zeit im Herren 1. Das familiäre Umfeld und das geniale Team haben mich dazu motiviert, mich neben dem Feld voller Leidenschaft für die Mannschaft zu engagieren.
Ich denke, wir haben in diesen neun Jahren immer wieder gezeigt, dass man mit ein paar gemeinsamen Ausgängen und gemütlichem Beisammensein (nach dem Training), ein zusätzliches Training wettmachen kann. Genau dieser besondere Teamspirit hat uns all die Jahre ausgezeichnet. Umso schwerer fällt es mir, nun etwas kürzer zu treten. Aber ich denke jetzt ist die richtige Zeit um den Jungen Platz zu machen. Da kommen ein paar gute aus dem Nachwuchs nach.«
Hafner wird fortan das Herren 5-Kleinfeld-Team des UHC Pfannenstiel bereichern und dort seine spektakulären Künste den Zuschauern offenbaren.
Pforrer konzentriert sich auf seine berufliche Laufbahn
Der dritte im Bunde ist Sven Forrer. Sein Weg führte ihn im Sommer 2018 von den U21A-Junioren in Uster zum damaligen NLB-Team des UHC Pfannenstiel. Auch er bestritt also bis heute insgesamt 8 Saisons und 189 Spiele und liess sich auf den Punkt genau 100 Punkte gutschreiben.
Nach einer Angewöhnungssaison steigerte sich der ruhige und äusserst angenehme Zeitgenosse von Jahr zu Jahr und war vor allem in den drei 1.-Liga-Final-Saisons und auch den beiden NLB-Playoff-Saisons ein unverzichtbarer Wert in der 1. Linie.
Seine Laufbereitschaft, sein Einsatzwille und seine Ballbehauptung gehören zu seinen Stärken und so war er jederzeit die perfekte Ergänzung zum Duo Nideröst-Hafner. Wenn sein Abschluss noch etwas kaltblütiger gewesen wäre, wäre die Anzahl Skorerpunkte sicherlich noch einiges höher.
Auch er durfte die erfolgreichsten Pfanni-Jahre miterleben und mitprägen.
Pfanni nicht nur «irgendein» Verein, sondern eine Familie
Er selber beschreibt seine Zeit bei Pfanni mit folgenden Worten: «Die vergangenen Jahre bei diesem Verein werden definitiv für immer in Erinnerung bleiben. Pfanni ist nicht nur irgendein Unihockeyverein im Zürcher Oberland, sondern vielmehr eine Familie, die den Unihockeysport im Herzen trägt, und zugleich die besten und lautesten Fans hat, die jedes Heimspiel zu einem unvergleichlichen Erlebnis machen und zu unvergleichlichen Momenten beitragen.
Ich bin dankbar einen Teil dieses tollen Teams gewesen zu sein und möchte mich insbesondere bei meinen Mitspielern und Trainern bedanken. Die Freundschaften, die über diese Zeit geschlossen werden konnten sind unbezahlbar und gehen weit über die Trainings- und Matcheinheiten hinaus.»
Forrer hängt den Stock nun vorerst Mal an den Nagel und konzentriert sich auf seine berufliche Laufbahn, ob eine Rückkehr wieder zum Thema wird, wird sich zeigen.
Grosser Verlust an Skorerpunkten, vor allem aber auch an Spielerfahrung
Der UHC Pfanni verliert mit diesen drei Spielern nicht nur extrem viele Skorerpunkte, sondern auch viel Erfahrung und fantastische, unvergleichliche Unihockeyspieler, die das Team auf und neben dem Feld die letzten Jahre geprägt haben.
Der UHC Pfanni bedankt sich bei allen für die vielen unvergesslichen Momente, die prägenden Geschichten und die eindrücklichen Erfolge, die gemeinsam gefeiert werden durften und die allen noch lange in Erinnerung bleiben werden – sie haben dazu beigetragen, Pfanni auf der Unihockey-Landkarte zu verankern und ihm einen festen Platz zu geben.






