Maloja GR: Ausbau der Malojastrasse ist im Richtplan gesichert
Die Bündner Regierung hat die Richtplananpassung für den Ausbau der Malojastrasse genehmigt. Damit sind die Korridore für einen Tunnel am Silsersee festgelegt.

Die Regierung beschliesst die Anpassung des kantonalen Richtplans im Bereich «Verkehr» und genehmigt die von der Region Maloja am 10. Juni 2026 beschlossene Anpassung des regionalen Richtplans im Bereich «Strassenverkehr».
Mit diesen Anpassungen im kantonalen und regionalen Richtplan werden die geplanten Ausbauvorhaben der Malojastrasse räumlich gesichert. Die erforderlichen Korridore mit Tunnelportalen, Anschlüssen und weiteren zugehörigen Anlagen werden damit verbindlich festgelegt und mit anderen raumwirksamen Vorhaben sowie den Interessen von Bund, Kanton und Gemeinden abgestimmt. Zudem werden qualitätssichernde Massnahmen für die Folgeplanungen verbindlich geregelt.
Diese sollen dazu beitragen, eine optimale Gestaltung und landschaftliche Einbettung der Vorhaben sicherzustellen.
Die Malojastrasse entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen
Die Malojastrasse ist die wichtigste Zufahrtsroute in das Oberengadin aus den grenznahen Gebieten Italiens und die einzige Binnenverbindung in die Val Bregaglia. Diese wirtschaftlich bedeutende Verkehrsachse entspricht hinsichtlich der Verkehrssicherheit und des Ausbaustandards nicht mehr den heutigen Anforderungen. Bereits im Gang sind Untersuchungen des Tiefbauamts (Medienmitteilung vom 28. August 2026) mit umfangreichen geologischen Abklärungen des Untergrunds entlang des geplanten Tunnelverlaufs am Silsersee.
Mit dem geplanten Tunnel soll die Strassenverbindung künftig dauerhaft aus dem gefährdeten Bereich verlegt werden.






