Berneck

Berneck: Fadenmolch kehrt nach 40 Jahren in die Held zurück

Gemeinde Berneck
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St. Margrethen,

In der ehemaligen Kiesgrube Held in Berneck SG wurde das Naturschutzgebiet ökologisch aufgewertet.

Berneck
Berneck: Fadenmolch kehrt nach 40 Jahren in die Held zurück (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Der Ornithologische Verein Berneck-Au legte im Jahr 1973 mit dem Bau eines Weihers den Grundstein für das heutige Naturschutzgebiet und Amphibienlaichgebiet von regionaler Bedeutung. Im Gebiet waren daraufhin bis zu sechs Amphibienarten nachgewiesen: Geburtshelferkröte, Fadenmolch, Feuersalamander, Erdkröte, Grasfrosch und Bergmolch. Die Amphibiendiversität erfuhr jedoch in den letzten Jahrzehnten einschneidende Verluste.

Die Geburtshelferkröte (ugs. Glögglifrosch) konnte seit 2007 und der Fadenmolch seit 1984 nicht mehr nachgewiesen werden.

Deshalb wurde ab 2024 in enger Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde Berneck (Grundeigentümerin), dem Ornithologischen Verein Berneck-Au (Pächter) und dem Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen ein Aufwertungsprojekt zur Förderung und dauerhaften Erhaltung der vorkommenden Amphibienarten umgesetzt. Der Fokus lag auf der Aufwertung und Gestaltung des Gebiets für eine mögliche Wiederbesiedelung durch Glögglifrosch und Fadenmolch. Dazu wurden unter anderem zwei zusätzliche Gewässer und geeignete Landlebensräume geschaffen sowie die Pflege angepasst.

Ein erster Erfolg zeigte sich bereits bei der Erarbeitung des Projekts: Der vermeintlich lokal verschwundene Fadenmolch konnte 2023 nach rund 40 Jahren wieder nachgewiesen und bei der Erfolgskontrolle in diesem Frühjahr erneut bestätigt werden. Der gefährdete Glögglifrosch soll in Zukunft in der Held wieder ein Zuhause finden. Eine spontane Rückkehr scheint dank der ökologischen Aufwertung durchaus möglich, da noch Vorkommen in Vernetzungsdistanz (< 1,5 km) bekannt sind.

Das Naturschutzgebiet bietet auch weiteren gefährdeten Arten wie der Zauneidechse oder der Ringelnatter einen wichtigen Lebensraum. Zudem finden sich wertvolle Kleinstrukturen wie Stein- und Asthaufen, Trockensteinmauern oder vielfältige Blumenwiesen.

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