TCS St.Gallen zu «Verkehr 2045»: 3. Röhre früher umsetzen
Die TCS Sektion St.Gallen-Appenzell begrüsst die Aufnahme der 3. Röhre Rosenberg in den Ausbauschritt «Verkehr 2045» – fordert aber eine frühere Umsetzung.

Wie die TCS Sektion St.Gallen–Appenzell I.Rh. mitteilt, nimmt sie den vom Bundesrat veröffentlichten Bericht mit den Eckwerten zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 zur Kenntnis.
Positiv ist festzuhalten, dass die 3. Röhre Rosenberg inklusive Anschluss Güterbahnhof Teil von Verkehr 2045 ist. Das ist wichtig und richtig.
Gleichzeitig ist für den TCS nicht nachvollziehbar, dass dieses zentrale Ostschweizer Schlüsselprojekt erst mit einem Realisierungshorizont bis 2045 vorgesehen ist.
Dritte Röhre ist kein Luxusprojekt, sondern zwingende Voraussetzung für Sanierung
Bereits heute ist klar: Ab 2037 müssen die beiden Rosenbergtunnelröhren umfassend saniert werden. Ohne vorgängig realisierte 3. Röhre inklusive Anschluss Güterbahnhof droht ein massiver Verkehrskollaps in der Stadt St.Gallen und der gesamten Region.
Die Stadtautobahn St.Gallen bewältigt täglich über 80’000 Fahrzeuge. Sie ist eine zentrale Lebensader für den strassengebundenen öffentlichen Verkehr, den Güterverkehr, die Pendler sowie die regionale Wirtschaft.
Fällt diese Achse während der Sanierung teilweise weg, müssen sich täglich Zehntausende Fahrzeuge ihren Weg durch Stadt und Quartiere bahnen. Massive Staus, Zeitverluste, Lärm und Ausweichverkehr wären die Folge.
Eine solche Situation wäre untragbar für die Ostschweizer Bevölkerung, für Arbeitsplätze und KMU. Die dritte Röhre Rosenberg ist deshalb kein Luxusprojekt, sondern eine zwingende Voraussetzung, um die Sanierung der bestehenden Infrastruktur überhaupt bewältigen zu können.
Kantonsübergreifende Zusammenarbeit konsequent weitergehen
Die ETH-Studie «Verkehr 2045» unter der Leitung von Prof. Ulrich Weidmann zeigt klar auf, dass die 3. Röhre Rosenberg mit Zubringer Güterbahnhof prioritär umzusetzen ist.
Diese Einschätzung deckt sich mit dem klaren politischen Willen der Ostschweiz: Die betroffenen Kantone haben dem Projekt mit grosser Mehrheit zugestimmt.
Dass auch die weiteren Ostschweizer Projekte – der N4 Fäsenstaubtunnel sowie die N23 Umfahrung Amriswil Nord mit Anschluss Romanshorn – Teil von Verkehr 2045 sind, bestätigt zudem, dass die kantonsübergreifende Zusammenarbeit in der Ostschweiz wirkt. Das gemeinsame Standesbegehren vom vergangenen Frühling trägt Früchte.
Aus Sicht des TCS gilt es nun, diesen Weg konsequent weiterzugehen.
Geschlossene Ostschweizer Haltung für anstehende Vernehmlassung nötig
In der anstehenden Vernehmlassung braucht es eine geschlossene Ostschweizer Haltung für die frühere Priorisierung der bereits aufgenommenen Projekte, für die 3. Röhre Rosenberg inklusive Zubringer Güterbahnhof und Tunnel ins Appenzellerland und für den koordinierten Ausbau von Strasse und öffentlichem Verkehr.
Nur mit einer leistungsfähigen, vernetzten und zukunftsorientierten Verkehrsinfrastruktur bleibt die Ostschweiz wirtschaftlich stark, lebenswert und mobil.










