20. Trogener Kunstpreis: Gruppenausstellung in der Bibliothek

Die Ausstellung zum 20. Trogener Kunstpreis zeigt eindrücklich, wie individuelle Erfahrungen und Fantasie zu eigenständigen, faszinierenden Kunstwerken werden.

Fachhochschule
Die Fachhochschule in St. Gallen ist Teil der Ostschweizer Fachhochschule. (Archivbild) - keystone

Wie die Ostschweizer Fachhochschule OST informiert, würdigt der Trogener Kunstpreis seit 2005 Künstler mit Behinderung und macht ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Die diesjährigen Preisträger Peter Bitschnau (Wattwil), Sonam Yangchen (Zürich), Claudia Walch (Lustenau) und Savas Kilinc (Dornbirn) präsentieren ihre Werke in einer Gruppenausstellung in der Bibliothek der OST – Ostschweizer Fachhochschule am Campus St.Gallen. Die Vernissage findet am Freitag, 27. März, um 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die vier ausgewählten Positionen zeigen eindrücklich, wie unterschiedlich künstlerische Ausdrucksformen sein können. Die Arbeiten wurden von einer Fachjury aus zahlreichen Einreichungen ausgewählt und geben Einblick in vier eigenständige künstlerische Handschriften.

Künstlerische Vielfalt: Minimalismus trifft Farbe und Struktur

Der Wattwiler Künstler Peter Bitschnau (1960) arbeitet mit einer stark reduzierten Bildsprache. Seine Werke bestehen häufig aus wenigen Farbflächen oder einfachen Formen. Gerade diese Reduktion eröffnet einen grossen Interpretationsraum: Betrachtende können in den minimalistisch gestalteten Bildern eigene Erinnerungen und Vorstellungen entdecken – etwa Landschaften, Wege oder Orte.

Sonam Yangchen (1998) aus Zürich entwickelt ihre Arbeiten mit Fäden und textilen Techniken wie Wickeln, Knüpfen oder Sticken. Die Künstlerin versteht ihre Werke als «Musik für die Augen»: Farben treten wie Töne miteinander in Beziehung und bilden visuelle Harmonien und Rhythmen. Durch das Zusammenspiel von Material, Struktur und Farbe entstehen lebendige, oft intensiv farbige Kompositionen.

Fantasievolle Zeichnungen und komplexe Bildlandschaften

In ihren Zeichnungen erzählt Claudia Walch (1975) aus Lustenau immer wieder die Geschichte eines Mädchens und seiner Wünsche. Die wiederkehrende Figur träumt von einem eigenen Haus, einem Garten, von Freiheit oder neuen Möglichkeiten. Walchs Bilder kreisen um Hoffnung und Fantasie und zeigen, wie sich Wünsche und Vorstellungen in immer neuen Varianten darstellen lassen.

Der Dornbirner Künstler Savas Kilinc (1984) verbindet in seinen Arbeiten geografisches Wissen, mythologische Geschichten und eigene Erzählungen. Karten, Figuren, historische Ereignisse oder persönliche Gedanken erscheinen gleichzeitig in seinen Zeichnungen. So entstehen komplexe Bildwelten, die zum Entdecken und Nachdenken über Zusammenhänge in der Welt einladen.

Vielfältige Einblicke in zeitgenössische Kunst

Die Ausstellung zum 20. Trogener Kunstpreis bietet einen vielseitigen Einblick in zeitgenössische künstlerische Positionen und zeigt, wie persönliche Erfahrungen, Wissen und Fantasie zu eigenständigen Bildsprachen werden können.

Die Vernissage der Ausstellung zum 20. Trogener Kunstpreis findet am Freitag, 27. März, um 18 Uhr in der Bibliothek der Ostschweizer Fachhochschule am Campus St. Gallen statt. Die Ausstellung ist vom 27. März bis 23. April während der regulären Öffnungszeiten der Bibliothek zugänglich. Der Eintritt ist frei.

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