St. Gallen: Neues Institut erforscht das alternde Gehirn

In St. Gallen wird das Forschungsinstitut ISAB eröffnet. Der Kanton unterstützt Aufbau und Betrieb bis 2030 mit insgesamt 1,25 Millionen Franken.

St. Gallen
Das historische Zentrum der Stadt St. Gallen (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

Das neue Forschungsinstitut «Institute for the Science of the Aging Brain (ISAB)» wird heute im Switzerland Innovation Park Ost in St. Gallen eröffnet. Das ISAB betreibt Grundlagenforschung und entwickelt neue Ansätze für die Prävention, Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des alternden Gehirns. Der Kanton St. Gallen unterstützt den Aufbau und den Betrieb des Instituts während fünf Jahren mit insgesamt 1,25 Millionen Franken.

Die Stiftung «Foundation Institute for the Science of the Aging Brain» baut in St. Gallen ein akademisches Forschungsinstitut auf. Im Zentrum stehen die Mechanismen und der Verlauf neurodegenerativer Erkrankungen wie beispielsweise der Alzheimer- und Parkinson-Krankheit. Das Institut soll neue therapeutische Möglichkeiten nutzbar machen.

Der Kanton St. Gallen unterstützt den Aufbau und Betrieb des Instituts. Die Leistungsvereinbarung sieht für die Jahre 2026 bis 2030 eine Anschubfinanzierung von insgesamt 1,25 Millionen Franken vor.

«Neurodegenerative Erkrankungen sind eine grosse Herausforderung für unsere alternde Gesellschaft. Mit dem ISAB wollen wir in St. Gallen besser verstehen, wie diese Krankheiten entstehen – und daraus neue Möglichkeiten für Diagnostik, Prävention und Behandlung entwickeln.»

Forschungsstandort St. Gallen stärken

Es ist eine enge Zusammenarbeit zwischen dem ISAB und regionalen Partnern aus Forschung, Medizin und Industrie geplant wie beispielsweise eine strategische Partnerschaft mit dem Spitalverbund HOCH Health Ostschweiz. Das Institut ISAB ist beim Switzerland Innovation Park Ost in St. Gallen angesiedelt und wird organisatorisch eng mit der Empa St. Gallen zusammenarbeiten. So entsteht ein interdisziplinäres Forschungsumfeld mit gemeinsam genutzten Ressourcen und Laborflächen.

Das Institut soll zudem den Wissensaustausch zwischen Grundlagenforschung, klinischer Forschung und der Industrie fördern sowie Raum für gemeinsame Forschungsprojekte und neue Kooperationen bieten. Zudem soll es die Gründung von Spinoffs und neuen Biotechnologieunternehmen unterstützen und so zur Wertschöpfung im Kanton St. Gallen beitragen. Die Förderung ist Teil der politischen Initiative der Regierung, die Standortattraktivität und Innovationskraft zu erhöhen.

«Das Institut zieht Fachkräfte an, schafft neue Verbindungen zwischen Forschung, Gesundheitswesen und Wirtschaft und erhöht die internationale Sichtbarkeit der Region. Die kantonale Anschubfinanzierung ist eine wichtige Investition in die Innovationskraft unseres Kantons.»

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