Franken

    Kanton St. Gallen: 11,6 Millionen Franken für 89 Projekte beantragt

    Die Regierung beantragt 11,6 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds. Der Kantonsrat St. Gallen entscheidet in der Wintersession über 89 Projekte.

    Kanton St. Gallen
    Blick auf die Stiftskirche St. Gallus und St. Otmar in der Stadt St. Gallen (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

    Die Regierung beantragt mit der Lotteriefondsbotschaft 11,6 Millionen Franken für 89 Projekte aus den Bereichen Kultur, Soziales, Bildung, Gesundheit, Natur, Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit. Die Lotteriefondsbotschaft macht das vielfältige und professionelle Engagement gemeinnütziger Trägerschaften im ganzen Kanton sichtbar.

    Die Regierung schlägt dem Kantonsrat 89 Projekte zur Förderung aus dem Lotteriefonds vor. In der Wintersession wird der Kantonsrat über folgende Vorhaben entscheiden:

    Aus den «Bereichen Soziales, Bildung, Gesundheit, Natur, Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit» werden 15 Projekte mit 1,89 Millionen Franken unterstützt. Dazu gehört das Projekt «benevol bi de Lüüt» der Stiftung Benevol. Mit dem Projekt bringt die Stiftung Beratung, Vernetzung und praxisnahe Unterstützung direkt zu den Menschen vor Ort.

    Vereine, Non-Profit-Organisationen, Gemeinden und Freiwillige erhalten im Rahmen von Veranstaltungen und Austauschangeboten konkrete Impulse zur Stärkung des freiwilligen Engagements. Ziel des Projekts ist es, die Freiwilligenarbeit nachhaltig zu fördern, lokale Netzwerke zu stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Gemeinden zu unterstützen.

    Unter «Programme» werden acht Vorhaben mit einem Gesamtbetrag von 3 Millionen Franken gefördert. Darunter ist ein Kredit in der Höhe von 1,2 Millionen Frau nken für Veranstaltungen und Initiativen im Rahmen des 225-Jahre-Jubiläums des Kantons im Jahr 2028 vorgesehen. Ebenso sind für den St. Galler Blasmusikverband als Ehrengast an der Olma 2027 300'000 Franken vorgesehen.

    Herzstück des Auftritts ist eine interaktive Sonderschau, die Besucherinnen und Besucher zum Entdecken, Ausprobieren und Mitmachen einlädt. Ergänzt wird diese durch den traditionellen Olma-Umzug, an dem zahlreiche Musikvereine, Brassbands und Jugendmusiken ihre regionale Verankerung und ihr kulturelles Engagement präsentieren. Mit dem Grossprojekt soll die gesellschaftliche Bedeutung der Blasmusik sichtbar gemacht und insbesondere der Zugang junger Menschen zum gemeinsamen Musizieren gestärkt werden.

    Als kantonales Schaufenster mit breiter Ausstrahlung über die Kantonsgrenzen hinaus bietet der Ehrengastauftritt zudem eine einmalige Gelegenheit, das vielfältige musikalische Vereinsleben des Kantons einem grossen Publikum zu präsentieren.

    Aus den Bereichen «Musik, Tanz, Theater und Literatur», «Bildende Kunst, Design, Architektur und Film» sowie aus der Sparte «Geschichte und Gedächtnis» sieht die Regierung 5,63 Millionen Franken für 50 Projekte vor. Darunter sind weitere Jubiläumsvorhaben: Die politischen Gemeinden Lichtensteig und Uznach feiern beide im Jahr 2028 mit Festspielen ihre 800-jährigen Bestehen. Auch die Ortsgemeinde Lichtensteig wird 150 Jahre alt und veranstaltet dazu ein Freilichttheater.

    Im Bereich der Bildenden Kunst feiert das Open Art Museum im Jahr 2028 «40 Jahre open heart», wofür 300'000 Franken vorgesehen sind.

    Zudem sollen über den Lotteriefonds Kulturanlässe und die Erarbeitung von Produktionen unterstützt werden wie beispielsweise die Bühnenperformance «Der schiefe Turm von Babel» der Rapperswiler Choreografin Nelly Bütikofer. Die Produktion, die sich mit gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen der Gegenwart auseinandersetzt, entsteht in Zusammenarbeit mit verschiedenen St. Galler Kulturschaffenden und wird ab Frühjahr 2027 in der Ostschweiz und weiteren Orten der Schweiz gezeigt. – An 16 Projekte der kantonalen Denkmalpflege gehen 1,02 Millionen Franken. Darunter fallen die Fensterrenovationen des Klostergebäudes der ehemaligen Benediktinerabtei Neu St. Johann.

    Die historisch wertvollen Fenster der seit 1970 unter Bundesschutz stehenden nachmittelalterlichen Klosteranlage werden soweit möglich erhalten und fachgerecht instandgesetzt oder ersetzt.

    Alle Anträge mit Beschrieb sind im Ratsinformationssystem des Kantonsrates St. Gallen unter der Geschäftsnummer 34.26.02 veröffentlicht.

    Kanton feiert 2028 sein 225-Jahr-Jubiläum

    Im Jahr 2028 wird der Kanton St. Gallen 225 Jahre alt und feiert dies unter dem Motto «225 Jahre – zusammen ge/wachsen». Im Mittelpunkt steht der gesellschaftliche Zusammenhalt. Die Bevölkerung soll die Geschichte des Kantons entdecken, über die Gegenwart reflektieren und über die Gestaltung der Zukunft diskutieren.

    Die Bevölkerung soll eingeladen werden, ihren Kanton zu entdecken. Geplant sind ein zeitgemässes Format zur Vermittlung der Kantonsgeschichte, vielfältige Touren durch den Kanton sowie ein zentraler Anlass im Regierungsgebäude in St. Gallen. Der Jahrestag des 225-jährigen Bestehens des Kantons liegt zwischen den runden Jubiläen der Jahre 2003 und 2053.

    Doch bietet er eine wichtige Chance, mit den heutigen Generationen und insbesondere mit der jüngeren Generation über den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Kanton zu reflektieren, das Bewusstsein für die eigene Geschichte zu fördern und über die Gestaltung der gemeinsamen Zukunft in den Dialog zu treten. Besonderes Augenmerk gilt Kindern und Jugendlichen, die als Zukunftsgeneration in die Jubiläumsaktivitäten einbezogen werden. Zur Erreichung dieser Ziele sollen Organisationen wie Tourismusverbände und Schulen einbezogen werden.

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