Die Stadtbibliothek St. Gallen bringt den Besuchern am 21. Mai 2022 in einer Führung die Bedeutung der einheimischen Wildobstsorten für das Ökosystem näher.
Botanischer Garten
Botanischer Garten, Orchideenhaus in St. Gallen. - Keystone

 In enger Zusammenarbeit mit Stadtgrün St. Gallen hat die Save Foundation einen Sortengarten mit rund 100 Wildobstarten angelegt. Viele der dort gepflanzten Sträucher werden den Besuchenden bekannt vorkommen, denn sie wachsen auch in vielen Parks oder am Strassenrand als «Strassenbegleitgrün».

Dass die Früchte derartiger Zierpflanzen essbar sind, ist allerdings kaum bekannt. Waltraud Kugler wird die einzelnen Wildobstsorten vorstellen, auf ihre Besonderheiten eingehen und erklären, welche Früchte essbar sind und wie sie in der Küche verwertet werden können.

Essbar sind zum Beispiel die Früchte des Aronia-Strauches oder die Goji-Beere. Nur wenige wissen, dass diese vitaminreichen Beeren auch bei uns wachsen und kaufen sie deshalb für teures Geld im Reformhaus.

 Wildobstsammlung im Botanischen Garten

Die ausgebildete Landschaftsökologin Waltraud Kugler arbeitet als Projektleiterin bei der Save Foundation in St. Gallen. Die Stiftung setzt sich für die Artenvielfalt in der europäischen Landwirtschaft ein und will die gesunden, züchterisch kaum veränderten alten Sorten wieder ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Die Zusammenarbeit der Stadtbibliothek St. Gallen mit der Save Foundation ist im Rahmen des Projektes «Saatgutbibliothek on Tour» entstanden. Die Wildobstsammlung befindet sich am Stephanshornweg nahe dem Botanischen Garten. Die Führung beginnt um 10 Uhr und dauert zwei Stunden. Interessierte können sich über die Webseite anmelden. Die Teilnahme ist inklusive einer kleinen Degustation kostenlos.