Schüler einer Oberstufenklasse in Buttikon SZ haben den «Stellwerk-Test» für schulische Standortbestimmungen überlistet und so bessere Resultate erzielt.
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Die Sankt Galler Kathedrale. - Pixabay

Gewiefte Schülerinnen und Schüler einer Oberstufenklasse in Buttikon SZ haben den «Stellwerk-Test» für schulische Standortbestimmungen überlistet und so bessere Resultate erzielt. Sie nützten dazu eine Programm-Schwachstelle aus. Diese wurde inzwischen behoben.

Die betroffene Klasse müsse den Test wiederholen, teilte die St.Galler Staatskanzlei am Montag mit. Der St.Galler Lehrmittelverlag, der den Stellwerk-Test anbietet, habe zusammen mit dem Provider die Schwachstelle im Programm umgehend lokalisiert und behoben.

Zugang zu Lösungen dank Quellentextanzeige im Browser

Die Schülerinnen und Schüler hätten das System nicht aktiv gehackt, sondern eine Schwachstelle in der Anwendung ausgenützt. Mittels einer Tastenkombination konnten sie den Quellcode des Programms bearbeiten und die Lösungen zu den Testaufgaben aufrufen.

Die Sache flog auf, weil einige Schülerinnen und Schüler auffällig hohe Punktzahlen erzielten. Sie gaben zu, das System überlistet zu haben. Dass der Quelltext im Browser der Webseite angezeigt werden kann, um die Seite zu untersuchen, ist in der Webentwicklung ein gängiges Tool, wie die St.Galler Staatskanzlei schreibt.

Mit dem online-basierten Stellwerk-Test lassen sich Kompetenzen in den Fächern Mathematik, Deutsch, Natur und Technik, Französisch und Englisch überprüfen und vergleichen. Auf diese Weise werden einmal pro Jahr Standortbestimmungen durchgeführt.

Der St.Galler Lehrmittelverlag ist Lizenznehmer und betreut das Programm für andere Kantone.

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