Am 28. November stimmen wir über die Pflegeinitiative ab. Die SP Kanton Solothurn engagiert sich stark für ein Ja in dieser Angelegenheit.
Hardy Jäggi Solothurn
Hardy Jäggi (links) während einer Podiumsdiskussion am BBZ in Olten zum Thema „Ehe für alle“. - z.V.g.

Im März wurde Hardy Jäggi erneut in den Solothurner Kantonsrat gewählt. Als Co-Präsident der SP Solothurn will er die Schwachen unterstützen sowie Natur und Umwelt schützen.

Im Interview mit Nau gibt er einen Einblick in das Parteileben und erzählt, weshalb ein Ja zur Pflegeinitiative so wichtig wäre.

Nau.ch: Weshalb vertreten Sie die SP Kanton Solothurn?

Die SP ist die Partei, die meinen Werten am nächsten kommt. Entscheidend dafür ist, dass sich die SP immer für die Schwächeren und für Minderheiten eingesetzt hat.

Es ist schade, dass einfache Angestellte und Büezer nicht mehr erkennen, welche Partei sich wirklich für ihre Anliegen einsetzt.

SP Solothurn
Die Kantonsratsfraktion der SP während einer Fraktionssitzung. - z.V.g.

Nau.ch: Wofür setzt sich Ihre Partei im Allgemeinen ein?

«Die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen», steht in unserer Bundesverfassung. Wir stehen für eine Gesellschaft ein, in der sich jede und jeder frei entfalten kann.

Eine Gesellschaft, in der aber ein soziales Netz da ist, das verhindert, dass jemand durch die Maschen fällt. Wir stehen ein für gute Löhne. Wer in der reichen Schweiz arbeitet, soll von seinem Lohn leben können. Wir sind überzeugt, dass wir weiterkommen, wenn nicht nur jeder für sich selbst schaut.

Nau.ch: Welche Anlässe stehen in nächster Zeit auf dem Programm?

Am Mittwoch, 27. Oktober, findet in Biberist ein Mitgliederanlass der Sozialdemokratischen Partei statt. Programmteile sind eine Rede zur Finanzpolitik von SP-Ständerat Roberto Zanetti sowie Informationen und Diskussionen zur Haltung der SP zur Volksinitiative «Jetz si mir draa» und zum Gegenvorschlag des Regierungsrates. Auch dieses Mal wird dazwischen unser Polit-Märit mit Verpflegung und Getränken stattfinden.

Nau.ch: Welche Themen beschäftigen Ihre Partei aktuell?

Am 28. November kommt die Pflegeinitiative zur Abstimmung. Die Qualität der Pflege in der Schweiz ist gefährdet. Derzeit sind 11'000 Stellen in der Pflege unbesetzt und bis 2029 braucht es weitere 70'000 neue Pflegende.

Die SP Kanton Solothurn engagiert sich stark für ein JA zu dieser Initiative. Weiter hat die SP das Referendum gegen eine Teilabschaffung der Stempelsteuer ergriffen. Jährlich wird dies die Schweizer Bevölkerung mindestens 250 Millionen Franken kosten zugunsten der Grosskonzerne. Die SP Kanton Solothurn wird hierzu im Kanton Solothurn die Abstimmungskampagne führen.

Nau.ch. Was gefällt Ihnen an der Region besonders?

Wir haben eine sehr schöne Landschaft mit viel ländlichem Raum und abwechslungsreichem Naherholungsgebiet. Trotzdem liegen wir sehr zentral und sind schnell in Bern, Aarau, Basel oder gar in Zürich. Zudem bietet die Region sehr viel Kulturelles und Kulinarisches.

SP Solothurn
Von rechts: Nadine Vögeli mit dem Co-Präsidenten der SP Schweiz, Cedric Wermuth und Hardy Jäggi. - z.V.g.

Nau.ch: Wie steht es um den Nachwuchs in Ihrer Partei? Wie motivieren Sie den Nachwuchs für die Politik?

Wir sind stolz darauf, dass wir in unserem Kanton mit der JUSO und der Jungen SP Region Olten gleich zwei aktive Jungparteien haben. Wo möglich und sinnvoll erarbeiten wir gemeinsame Projekte und unterstützen die Jungparteien bei ihren Aktivitäten. Für Nachwuchs bei der SP ist gesorgt und wir sind darum bemüht, diesen für Ämter nachzuziehen.

Nau.ch: Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Partei?

Um die Schwachen zu unterstützen, unsere Natur und Umwelt zu schützen und um Chancengleichheit in Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft zu erreichen, braucht es eine starke Sozialdemokratische Partei im Kanton Solothurn und in der Schweiz.

Ich wünsche mir für die SP mehr Mitglieder und einen deutlich höheren Wähleranteil als das aktuell der Fall ist, damit wir mehr Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen sowie für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen haben.

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