Die 120 Millionen Franken teure Sanierung der Deponiealtlast «Stadtmist» in Solothurn kann starten. Die Sanierungsarbeiten dauern sechs bis acht Jahre.
Markt auf dem Marktplatz in Solothurn.
Markt auf dem Marktplatz in Solothurn. - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Die 120 Millionen Franken teure Sanierung der Deponiealtlast «Stadtmist» in Solothurn kann starten. Der Regierungsrat hat die kantonale Nutzungsplanung genehmigt. Es gab keine Einsprachen. Die Sanierungsarbeiten dauern sechs bis acht Jahre.

Mit den Arbeiten werde Anfang Juli begonnen, teilte die Solothurner Staatskanzlei am Freitag, 17. Juni 2022, mit. Beim «Stadtmist» handelt es sich um drei städtische Deponien für Haushalt- und Gewerbeabfall.

Zwischen 1925 und 1976 entsorgte Solothurn den anfallenden Kehricht auf dem «Stadtmist» im Landwirtschaftsgebiet im Westen der Stadt. Die drei stillgelegten Deponien gefährden die Umwelt und müssen saniert werden.

Die drei Deponien sollen total ausgehoben und das Material sachgerecht entsorgt werden. Als Eigentümer sind die Einwohnergemeinde Solothurn und der Kanton Solothurn zur Sanierung verpflichtet.

Rekultivation nach Aushub des alten Drecks

Unter der dünnen Oberbodendecke der alten Deponien zersetzen sich einzig die organischen Stoffe. Kunststoffe, Schwermetalle, Lösungsmittel und andere Chemikalien bleiben.

Regenfälle und schwankende Grundwasserspiegel sorgen für eine kontinuierliche Auswaschung gelöster Stoffe ins Sicker- und Grundwasser und damit in die vorbeifliessenden Entwässerungsgräben und letztlich in die Aare, wie der Kanton Solothurn festhält. Nach dem Aushub des alten Drecks soll das Gelände rekultiviert werden.

Die Sanierungskosten werden zu je 40 Prozent von Bund und Kanton getragen. Die Einwohnergemeinde Solothurn muss 20 Prozent der Kosten übernehmen.

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