Die Solothurner Jugendlichen haben während der Corona-Pandemie trotz Verbots oftmals Alkohol kaufen können. Der Anteil widerrechtlicher Verkäufe stieg gemäss Tests von 20 auf 30 Prozent. Als Reaktion will der Kanton seine Prävention stärken.
Bier, MAlz
Zwei Personen stossen mit einer Flasche Bier an. (Symbolbild) - Pixabay

Im vergangenen Jahr konnten Jugendliche bei 76 von 237 Testkäufen Alkohol oder Tabak kaufen, wie die Staatskanzlei Solothurn am Mittwoch mitteilte. Bei Alkohol, der nur an Personen ab 18 Jahren abgegeben werden dürfe, sei jedes zweite Getränk verkauft worden.

Diese Zahlen zeigen gemäss Kantonsbehörden, dass im Bereich Jugendschutz Unterstützungsmassnahmen wichtig sind. Der Kanton will erreichen, dass der Jugendschutz an den Verkaufsstellen künftig besser umgesetzt wird.

Daher legte der Kanton die Aufträge an die Umsetzungspartner wie Blaues Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg, Perspektive Solothurn-Grenchen und Suchthilfe Ost neu fest.

Es geht um Informationen für Verkaufsstellen, Eventorganisatoren und kommunale Behörden. Zudem wird das Blaue Kreuz im Auftrag des Kantons auch Online-Testkäufe vornehmen.

Bei Testkäufen werden Jugendliche beauftragt, alkoholische Getränke und Tabakwaren einzukaufen. Die Testkaufenden werden jeweils von einer erwachsenen Person des Blauen Kreuzes oder der Polizei instruiert. Die Verantwortlichen der Betriebe werden umgehend mündlich oder schriftlich über den Testkauf informiert.

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