Die JUSO Solothurn setzt sich weiterhin ein für das Recht auf Selbstbestimmung.
Der Landhausquai in Solothurn. Ganz rechts das Landhaus.
Der Landhausquai in Solothurn. Ganz rechts das Landhaus. - Nau.ch / Ueli Hiltpold
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Wer am Sonntagmorgen durch Solothurn lief, dem fielen auf der Kreuzackerbrücke bestimmt die gesprayten Fahnen und Sprüche auf. Engagierte Aktivistinnen und Aktivisten hatten im Vorfeld die Trans- und LGBTQIA+ Fahne, sowie die beiden Statements «Nur Ja heisst Ja» und «My body, my choice» bunt auf die Brücke gesprayt.

Im Juni fanden infolge des Pride Months in verschiedenen Städten viele Aktionen, Demonstrationen und Prides statt. Zusätzlich wurde aber auch in der Politik viel über Rechte von FINTA*s und sexuelle Übergriffe diskutiert.

Die Ergebnisse der Diskussionen waren erschütternd für viele, welche sich schon lange und stark für die Rechte von FINTA*s einsetzen und konsequent gegen sexualisierte Gewalt einstehen. Die Aktion in Solothurn nimmt klar Bezug zu diesen Debatten.

Die JUSO Solothurn äussert sich folgendermassen zu der Aktionen und den aktuellen Debatten:

Es ist unglaublich wichtig, dass auch in einer Kleinstadt wie Solothurn gegen diskriminierendes Verhalten gegenüber FINTA* Personen vorgegangen wird und aufgezeigt wird, wieso dies immer wieder wichtig ist.

«Nur JA heisst JA»

Sexuelle Übergriffe und alltäglicher Sexismus findet überall statt, also auch in einer schönen Kleinstadt, in der alles behütet erscheint. Es ist wichtig, dieses Ausmass aufzuzeigen und die Menschen aus ihrer Illusion zu befreien.

Eine «Nein heisst Nein»-Lösung wie sie der Bundesrat und Ständerat beschlossen haben, ist nicht akzeptabel- sexualisierte Übergriffe müssen konsequent bekämpft werden! «Nur Ja heisst Ja» ist ein Grundprinzip, an welches sich alle Menschen zu halten haben. Es ist also perfekt, steht es nun als Erinnerung in der Mitte der Stadt auf dem Boden.

«My body, my choice»

Der oberste Gerichtshof der USA hat ein Urteil gekippt, welches das Recht auf Abtreibungen gesichert hatte. Dies ist ein klarer Angriff auf die körperliche Selbstbestimmung von FINTA*-Personen.

Aber auch in der Schweiz sind die Rechten daran, zwei Initiativen zu sammeln, welche dieses Recht einschränken wollen. Dagegen wollen wir uns gestärkt wehren und kämpfen für unser Recht der Selbstbestimmung! Unsere Körper, unsere Entscheidung!

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