FC Einsiedeln verliert trotz Moral gegen Adliswil
Trotz zweimaligem Ausgleich unterliegt der FC Einsiedeln dem FC Adliswil mit 2:4 und bleibt nach umstrittenen Entscheiden nun weiter am Rand der Abstiegszone.

Wie der FC Einsiedeln mitteilt, hadert die Mannschaft nach der 2:4-Niederlage gegen den Adliswil mit gewissen Schiedsrichterentscheidungen: Zwei umstrittene Penalties und eine unglückliche Ampelkarte.
Fussball ist manchmal eine echte Gefühlsachterbahn und endet nicht immer auf der positiven Seite der Zufriedenheitsskala – zumindest für die eine Hälfte der beteiligten Protagonisten.
Zu diesen gehörten am Samstagabend, 16. Mai 2026, die Farben des FC Einsiedeln. Vom anfänglichen Nackenschlag, den der FCE mit viel Moral schnell wegsteckte, blieb am Schluss neben einigen Fragezeichen und Unverständnis vor allem eines übrig: Frust.
FCE bremst Adliswils Angriffsmaschinerie
Mit der Hypothek einer 2:8-Schlappe in die nächste Partie zu steigen, ist nicht einfach. Schon fast trotzig stieg der FCE einigermassen druckvoll in diesen Match und kassierte prompt bereits in der achten Spielminute in Form eines überzeugend vorgetragenen Konters der Gäste die kalte Dusche.
Gashi schloss diesen ab und repäsentierte eindrücklich, was die Zürcher exzellent beherrschen. Ein zweites Waterloo wollte die Mannschaft von Luca Corrado jedoch nicht erleben und agierte fortan mit entsprechender Vorsicht und Tiefe in der Defensive. Der FC Adliswil «musste» so das Zepter übernehmen, was ihn optisch dominanter wirken liess, dafür weniger Umschaltmöglichkeiten ermöglichte.
Der FCE blieb in Lauerstellung und nützte seine zweite Chance bereits zum Ausgleich. «Hansdampf» Denis Muran umspielte Torhüter Galati gekonnt und traf aus spitzem Winkel zum Ausgleich.
Nach der Startviertelstunde gelang es den Gastgebern immer besser, die Adliswiler Angriffsmaschinerie unter Kontrolle zu halten, mit dem Ergebnis, dass es auf beiden Seiten kaum mehr Chancen zu verzeichnen gab. Während sich der FC Adliswil in der Rolle des Spielgestalters immer schwerer tat, gab sich der FCE in erster Linie damit zufrieden, das Skore ausgeglichen zu halten.
Gelbrot bringt den Einsiedeln in Schwung
Der FCE setzte dann schon vor dem Wiederanpfiff der zweiten Halbzeit ein optisches Zeichen. Trotz zunehmender Kälte kam Rotschwarz früh aus der Kabine zurück aufs Feld und markierte Entschlossenheit. Diese setzte Oliver Borner nur drei Minuten nach dem Start in Taten um, eroberte den Ball im gegnerischen Sechzehner und schloss sofort ab.
Galati parierte mit dem nötigen Glück. Es folgte der zweite Nackenschlag. Oberholzer wird von Muran getroffen, nachdem dieser bereits den Ball in der Luft wegspedierte. Penalty. Hart aber akzeptierbar.
Absolut unverständlich aber die gelbe Karte für den besten Einsiedler. Und weil es bereits die zweite in diesem Spiel ist, muss der Verteidiger zum Ärger von Spieler, Staff und einheimischen Fans das Spielfeld verlassen. Die mit fehlendem Fingerspitzengefühl gezückte gelbrote Karte verändert das Geschehen.
Einsiedeln in Unterzahl, die Gangart wird härter und zunehmender Groll auf Seite des FCE. Auf dem Spielfeld geben Schönbächler und Co. die richtige Antwort. Die freigesetzte Energie nützt Jan Auf der Maur zum vielumjubelten Ausgleich allen Widrigkeiten zum Trotz.
Fragwürdige Pfiffe bremsen den FCE aus
Geht da noch etwas? Leider nein. Nur fünf Minuten später liegt der FCE wieder zurück. Torhüter Räber kann einen Eckball nicht kontrollieren, der Ball danach von niemandem weggeschlagen werden und darum von Oberholzer wuchtig unter die Latte gehämmert.
Und es kommt noch bitterer. Jan Rüttimann wird aus kurzer Distanz und angelegten Armen angeschossen. Wieder Elfmeter, noch mehr fragende Gesichter und Hände an den Köpfen beim FCE. Mehmeti interessiert das wenig und entscheidet den Match nach dem zweiten fragwürdigen Penaltyentscheid.
Nach der 2:4-Pleite gegen den FC Adliswil haderte man im Einsiedler Lager mit gewissen Entscheidungen des Schiedsrichters. Fehlerfrei war an dem Abend wohl niemand. Wenn eine Ansammlung von Fehlern jedoch die Gratwanderung zwischen Sieg und Niederlage massgeblich beeinflusst, ist das schon hart zu akzeptieren.









