Schweiz: Neue Eishockey-Regeln – Center muss nach Bully-Fehler raus

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Swiss Ice Hockey hat das Regelwerk für die Saison 2026/27 angepasst. Beim Bully wird schärfer durchgegriffen, beim Offside zählt neu ausschliesslich die Kufe.

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Eishockey (Symbolbild) - HC Thurgau

Pünktlich zur neuen Eishockey-Saison hat Swiss Ice Hockey einige Anpassungen und Präzisierungen im Regelwerk vorgenommen. Von einer Veränderung der Regel am Bullypunkt bis hin zu einer klaren Definition beim hohen Stock.

Veränderung der Regel am Bullypunkt (Regel 76)

Bei den Anspielen kann es wieder vorkommen, dass ein Spieler vom Face-Off weggeschickt wird. Begeht eine Mannschaft beim Bully einen Verstoss, muss der Center ab sofort zwingend und sofort ausgetauscht werden. Er kommt also nicht mehr mit einer Verwarnung davon und darf das zweite Bully selbst ausführen.

Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme: Folgt das Bully nach einem Icing, darf der verwarnte Center auch den zweiten Anspiel-Versuch durchführen. Leistet sich ein Team während desselben Anspiels jedoch einen zweiten Verstoss, wird konsequent eine kleine Bankstrafe ausgesprochen.

Präzisierungen beim Offside: Nur die Kufe zählt (Regel 83)

Knifflige Situationen an der blauen Linie wurden neu definiert. Ein Spieler entgeht dem Offside-Pfiff, wenn einer seiner Schlittschuhe die blaue Linie noch berührt oder sich auf der «eigenen Seite» befindet, während der Puck die Vorderkante der Linie komplett überquert. Ebenfalls nicht im Offside steht, wer den Puck am Stock kontrolliert, bevor beide Schlittschuhe die Linie vollständig überquert haben.

Die wichtigste Klarstellung für die Referees und den Videobeweis: Zur Bestimmung der Spielerposition wird ab sofort ausschliesslich die Kufe des Schlittschuhs berücksichtigt.

Hoher Stock und Handpass: Mehr Spielraum für die Schiedsrichter

Auch im laufenden Spiel gibt es zwei wichtige Anpassungen. Ein Hoher Stock (Regel 60) wird neu als Kontakt mit einem Gegner oberhalb der Schultern definiert – allerdings nur unter der Bedingung, dass sich die Schultern des getroffenen Spielers auf Hüfthöhe oder höher befinden. Das dürfte die Beurteilung bei tief geduckten Spielern erleichtern.

Beim Handpass (Regel 79) wird der Spielfluss gefördert: Wird der Puck nach Ansicht der Unparteiischen lediglich von der Hand eines Spielers abgefälscht, ohne dass sein Team daraus einen Vorteil zieht, wird dies nicht mehr als Regelverstoss gewertet und das Spiel läuft weiter.

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