Pilotprojekt: Jahresschule als neues Betreuungsmodell

Die Gemeinde Belp erprobt mit der Jahresschule ein Jahresmodell mit 46 Schulwochen, sechs Wochen Ferien und ganztägiger Begleitung durch ein pädagogisches Team.

Die Gemeindeverwaltung von Belp an der Gartenstrasse 2. - Belp
Die Gemeindeverwaltung von Belp an der Gartenstrasse 2. - Belp - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Wie die Gemeinde Belp informiert, möchte sie mit dem Schulversuch Jahresschule ein neues Lern- und Arbeitsmodell für Schule und Tagesschule (ähnlich einer Kita) erproben.

Im Modell Jahresschule besuchen die Kinder während 46 Wochen die Schule und haben «nur» 6 Wochen Ferien. Die Kinder werden in den Schulwochen jeweils an vier Tagen von circa 8 bis 16.30 Uhr von einem Team aus Lehr- und Betreuungspersonen begleitet.

Wie genau die tatsächliche Organisation der Jahresschule sein wird (zum Beispiel die genauen Tage und Zeiten), wird in einem partizipativen Prozess mit den interessierten Eltern, Lehr- und Betreuungspersonen erarbeitet und entwickelt. Dazu sind Eltern und weitere Interessierte sowie Lehr- und Betreuungspersonen zu einem Austausch eingeladen.

Kommentare

User #1469 (nicht angemeldet)

Wie kann man die Konsequenzen einer solchen Planung nicht sehen: von den 6 Wochen bleiben nur 2 oder etwas mehr zusammenhängend (z.B. im Sommer). Die Eltern müssen dann zwangsweise genau auch in dieser engen Zeit Ferien nehmen, wollen sie zusammen verreisen. Sind viele der Eltern in Belp tätig, kann das praktisch zu Betriebsferien während dieser Zeit für einzelne Betriebe führen, was für viele Branchen nicht geht (Gesundheitswesen etc.). Noch schlimmer wenn das Schulen in andern Ortschaften nachmachen. Bei gleicher Festlegung dieser Schulferien verschiedener Schulen zum gleichen Termin, weiten sich die Betriebsferien in der Region aus. Werden verschiedene Ferientermine festgelegt, um dies zu vermeiden, frage ich mich, was dann passiert, wenn ein Kind in die Schule in Belp geht und z.B. das ältere Kind in eine Kantonsschule oder andere höhere Schule im Nachbardorf geht. Die Familie tut mir leid, denn sie kann nicht mehr gemeinsam in die Ferien verreisen. Ausserdem sind längere Ferien (3, 4 Wochen oder mehr nicht mehr möglich. Was für Planer haben wir, welche die Konsequenzen nicht sehen und noch von mehr Flexibilität sprechen?

User #9199 (nicht angemeldet)

Da werden einige Eltern voll die Krise schieben weil ihre Rotzlöffel so wahnsinnig überfordert werden und einige werden froh sein wenn die mehr in der Schule sind statt zuhause rumzuhängen.

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