Die der Stadt Bern gehörende Burgruine Grasburg in Schwarzenburg wird saniert. Der Stadtrat hat am Donnerstag einem abgespeckten Kredit von 880'000 Franken oppositionslos zugestimmt. Verzichtet wird auf eine teurere Aufwertung der bei Ausflüglern beliebten Ruine.
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Die «Grasburg»-Ruine in Schwarzenburg. - zVg

Die der Stadt Bern gehörende Burgruine Grasburg in Schwarzenburg wird saniert. Der Stadtrat hat am Donnerstag einem abgespeckten Kredit von 880'000 Franken oppositionslos zugestimmt. Verzichtet wird auf eine teurere Aufwertung der bei Ausflüglern beliebten Ruine.

Ursprünglich hatte ein Kredit von knapp zwei Millionen Franken zur Debatte gestanden, doch davon wollte der Stadtrat letzten Sommer nichts wissen. Angesichts knapper Stadtfinanzen wurde der Gemeinderat beauftragt, die Sanierung und die Entwicklung der Ruine inhaltlich und finanztechnisch zu trennen.

Der neu aufgelegte Baukredit umfasst nun lediglich die zwingend nötigen Sanierungsarbeiten. Dies, um sicherzustellen, dass die Burganlage weiterhin für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung steht. An die Sanierungskosten trägt die Gemeinde Schwarzenburg 100'000 Franken bei. Mit Beiträgen zu rechnen ist auch seitens des Lotteriefonds.

Die Arbeiten sollen bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Unter anderem werden besonders verschlissene Mauersteine ersetzt, Mauerausbrüche geschlossen, Mauerkronen instandgesetzt und Drainagen an den Fundamenten eingebaut. Auch erhält der Treppenabgang zum hinteren Teil der Ruine ein Geländer.

Die Stadt Bern verzichtet auf alle Massnahmen zur Entwicklung der Anlage, zum Beispiel auf die Wiedererrichtung einer Brücke als Hauptzugang. Ursprünglich geplant waren auch Feuerstellen auf dem Burgplateau zur Verdeutlichung des mittelalterlichen Marktes. Hingegen werden eine minimale Anzahl an Informationstafeln aufgestellt.

Die Ruine Grasburg gehört seit 1894 der Stadt Bern und ist die grösste Burgruine im Kanton Bern. Durch Witterungseinflüsse und Felsabbrüche ist die Burg stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

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