Schlieren

Vier Jahre im Rückblick: Stadtrat zieht positive Bilanz

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Zum Ende der Legislaturperiode blickt der Stadtrat von Schlieren auf die vergangenen vier Jahre zurück und zeigt wichtige Meilensteine des Regierungsprogramms.

Das Stürmeierhuus an der Freiestrasse in Schlieren.
Das Stürmeierhuus an der Freiestrasse in Schlieren. - Nau.ch

Zum Ende der Legislaturperiode 2022 bis 2026 zieht der Stadtrat Bilanz. Wie die Stadt Schlieren berichtet, konnten in den im Regierungsprogramm definierten Schwerpunkten und Handlungsfeldern zahlreiche Massnahmen umgesetzt und wichtige Projekte vorangetrieben werden. Damit wurde Schlieren als lebendige, attraktive und lebenswerte Stadt gezielt weiterentwickelt.

Das Regierungsprogramm 2022 bis 2026 stand unter dem Motto «Gemeinsam nachhaltig in die Zukunft». Es formulierte die strategischen Ziele und Schwerpunkte des Stadtrats für die laufende Legislatur. Mit deren Ende am 30. Juni 2026 bietet sich die Gelegenheit, auf die vergangenen vier Jahre zurückzublicken und die wichtigsten Meilensteine in den einzelnen Schwerpunkten aufzuzeigen.

Schwerpunkt eins: Gesellschaftliche Entwicklungen

Der erste Schwerpunkt umfasst Massnahmen, die unter anderem die Chancengerechtigkeit, bezahlbaren Wohnraum sowie Kultur- und Freizeitangebote umfassen. So wurde eine Vorlage für die Schaffung eines Familien- und Gemeinschaftszentrum erarbeitet, welche jedoch am 1. Juni 2026 vom Gemeindeparlament mit 17 zu 16 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt wurde.

Erfolgreich eingeführt wurde hingegen die mobile Jugendarbeit, die sich grosser Beliebtheit bei den Jugendlichen erfreut. Der Bevölkerung wurden ausserdem verschiedene Mitwirkungsmöglichkeiten geboten.

Im Rahmen der Erarbeitung der neuen Bau- und Zonenordnung fanden zahlreiche öffentliche Anlässe wie Quartierspaziergänge, Quartierdialoge oder eine Zukunftswerkstatt statt. Ein Runder Tisch im Rahmen des Inklusions-Checks bot Menschen mit Beeinträchtigungen zudem die Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Eindrücke zum Stand der Inklusion in Schlieren einzubringen.

Die Stadt Schlieren hat gemeinsam mit der Stadt Dietikon und privaten Immobilieninvestoren eine Arbeitsgruppe zum Thema Wohnungsangebot ins Leben gerufen, um den Dialog und die Zusammenarbeit zu fördern.

Schwerpunkt zwei: Klimawandel

In der Netto-Null-Strategie hielt der Stadtrat fest, welche Massnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität vollzogen werden müssten. Weitere strategische Grundlagen dafür wurden mit dem Plan Lumière, der Verordnung über die Gasversorgung sowie dem Energieplan geschaffen.

Mit dem diesjährigen Baustart der Velobahn in Schlieren wird die klimafreundliche Mobilität gefördert. Die neu eingerichtete Energieberatung bietet Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern sowie dem Gewerbe Informationen und Unterstützung in Energiefragen.

Die Themen Schwammstadt sowie die Sammlung und Nutzung von Regenwasser sollen im Rahmen städtischer Bauprojekte künftig noch konsequenter verfolgt werden.

Schwerpunkt drei: Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum

Die Realisierung der Grünen Mitte auf der Pischte 52 konnte nicht wie geplant vorangetrieben werden, da das Gemeindeparlament den Kredit für den vorgesehenen Architekturwettbewerb nicht genehmigte.

Die Volksinitiative «Lebendige und grüne Stadtmitte – Jetzt!» forderte daraufhin, die grüne Mitte zu realisieren und den Projektkredit möglichst rasch dem Volk zur Abstimmung vorzulegen. Der Stadtrat erarbeitet derzeit eine Vorlage für die Umsetzung der Initiative zuhanden des Gemeindeparlaments.

Im Zusammenhang mit dem kantonalen Revitalisierungsprojekt «Lebendige Limmat» verabschiedete der Stadtrat die Charta Limmatbogen. Darin sind 15 Grundsätze festgehalten, die aufzeigen, wie sich der Schlieremer Limmatbogen ergänzend zur Revitalisierung des Flusses entwickeln soll.

Schwerpunkt vier: Arbeitgeberattraktivität

Die vom Stadtrat genehmigte Digital- und ICT-Strategie bildet die Grundlage, um die zukünftigen Chancen der Digitalisierung gezielt zu nutzen und gleichzeitig weiterhin einen sicheren und stabilen IT-Betrieb zu gewährleisten.

Mit dem neuen städtischen Intranet wurde ein zentrales Instrument zur Stärkung der Kultur und Zusammenarbeit eingeführt. Verschiedene Prozesse im Personalbereich wurden weiter standardisiert und digitalisiert, unter anderem wurden ein digitales Personaldossier, ein neues Zeiterfassungssystem, ein Zeugnismanager und ein Bewerbungstool eingeführt.

Verzichtet wurde auf eine Analyse der Lohnstrukturen, die Schaffung von Sozialstellen und die Erweiterung flexibler Arbeitsmodelle. Letzteres weil die aktuellen Anstellungsbedingungen bereits als zukunftsorientiert und flexibel erachtet werden.

Schwerpunkt fünf: Öffentliche Infrastruktur

Die Erarbeitung des Gesamtverkehrskonzepts befindet sich in der Schlussphase und legt einen besonderen Fokus auf die problematischen Verkehrsknotenpunkte in Schlieren. Durch städtebauliche Verträge im Kessler- und Schindlerareal konnten 77 altersgerechte Wohnungen geschaffen werden.

Mit dem Spatenstich für den Neubau des städtischen Alterszentrums «Wohnen am Stadtpark» wurde ein zentraler Meilenstein für eine zukunftsgerichtete und bedarfsgerechte Betreuung und Pflege im Alter erreicht. Die bestehende Altersstrategie der Stadt Schlieren wird aktuell mit neuen Angeboten überarbeitet.

Die Bibliothek Schlieren konnte weiter als Lern- und Inspirationsraum positioniert werden. Die Veranstaltungen und Aktivitäten werden gut besucht und das Angebot der Bibliothek wurde sukzessive aktualisiert. Allerdings besteht noch Potential, weshalb neu attraktive Lernzonen geschaffen werden sollen.

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