Schlieren ZH: Videoüberwachung gegen Vandalismus – GLP reicht Postulat ein
In Schlieren ZH verlangt GLP-Parlamentarierin Laura Capone Incardona einen Bericht zu Vandalismus und Littering – auch Videoüberwachung soll geprüft werden.

Vandalismus und Littering beeinträchtigen den öffentlichen Raum in Schlieren und verursachen zusätzliche Kosten zulasten der Allgemeinheit. Neben der Ahndung solcher Vorfälle braucht es wirksame Massnahmen, um Schäden zu verhindern und das Verantwortungsbewusstsein zu stärken.
Gemeindeparlament Schlieren, Vorstoss – Postulat betreffend wirksame Massnahmen gegen Vandalismus und Littering in Schlieren. Eingereicht von: Laura Capone Incardona, GLP. Datum: 25.10.2026.
Der Stadtrat wird deshalb eingeladen, die bestehenden Massnahmen zu überprüfen, konkrete Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen und über folgende Schwerpunkte Bericht zu erstatten:
1. Ausgangslage und Handlungsbedarf
Wie viele der Stadt bekannte oder gemeldete Fälle von Vandalismus und Littering gab es im Jahr 2025 und im Jahr 2026 bis zum Zeitpunkt der Einreichung? Die Zahlen sollen soweit möglich nach Jahr und Art der Vorfälle sowie nach folgenden Kategorien getrennt ausgewiesen werden:
1. Fälle, bei denen keine Verursachenden ermittelt werden konnten bzw. keine Ermittlungen eingeleitet wurden
2. Fälle, bei denen Ermittlungen eingeleitet wurden, jedoch ohne erfolgreiche Identifikation der Verursachenden
3. Fälle, bei denen die Verursachenden erfolgreich identifiziert werden konnten. Ergänzend sollen die verfügbaren Angaben zu entstandenen Kosten, noch offenen Fällen und bekannten Hotspots aufgezeigt werden, um den konkreten Handlungsbedarf zu beurteilen. Auf zusätzliche aufwendige Datenerhebungen soll verzichtet werden.
2. Sicherheit und Videoüberwachung
Es soll geprüft werden, ob eine gezielte Videoüberwachung an bekannten Hotspots zur Abschreckung und Verhinderung weiterer Vorfälle beitragen kann. Dabei sind insbesondere die rechtliche Zulässigkeit, die Verhältnismässigkeit, der Kosten-Nutzen-Aspekt sowie bisherige Erfahrungen mit Kameraattrappen zu berücksichtigen.
Falls eine Videoüberwachung als ungeeignet beurteilt wird, sollen die Gründe und mögliche Alternativen nachvollziehbar aufgezeigt werden.
3. Prävention und Sensibilisierung
Es soll geprüft werden, wie Kinder, Jugendliche und Eltern in Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendarbeit stärker für die Folgen von Vandalismus und Littering sensibilisiert werden können.
Bereits bestehende Angebote sollen dabei berücksichtigt werden.
4. Eigenverantwortung und Wiedergutmachung
Es soll geprüft werden, welche Möglichkeiten bestehen, insbesondere minderjährige Verursachende im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen stärker in die Wiedergutmachung einzubeziehen, beispielsweise durch begleitete Reinigungs- oder Aufräumaktionen.
5. Zusammenarbeit und Pilotprojekt
Es soll geprüft werden, ob durch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Stadtpolizei, Schulen, Jugendarbeit und weiteren zuständigen Stellen konkrete Verbesserungen erreicht werden können.
Dabei soll auch ein zeitlich begrenztes Pilotprojekt an ausgewählten Hotspots hinsichtlich Nutzen, Aufwand und Umsetzbarkeit geprüft werden. Der Erfolg möglicher Massnahmen soll anhand weniger geeigneter Kennzahlen, insbesondere der Entwicklung der Vorfälle und Kosten, beurteilt werden können.
Begründung
Beschädigungen und Verunreinigungen verursachen zusätzliche Kosten und beeinträchtigen die Lebensqualität.
Bussen und Schadenersatzzahlungen allein führen nicht zwingend zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung. Deshalb sollen neben geeigneten Sicherheitsmassnahmen auch Prävention, Sensibilisierung und Eigenverantwortung gestärkt werden.
Ziel dieses Postulats ist es, mit verhältnismässigem Aufwand konkrete und wirksame Massnahmen aufzuzeigen, um Vandalismus und Littering in Schlieren nachhaltig zu reduzieren.










