Schaffhausen

Stadt Schaffhausen plant Aufwertung der Rheinuferpromenade

Nau.ch Lokal
Nau.ch Lokal

Schaffhauserland,

Wie die Stadt Schaffhausen meldet, hat sie eine Vorlage «Aufwertung Rheinuferpromenade» zusammen mit einer detaillierten Umsetzungsstrategie verabschiedet.

Der Rhein bei Schaffhausen.
Der Rhein bei Schaffhausen. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Schaffhausen an den Rhein zu bringen, das ist der grosse Wunsch vieler Schaffhauser und ein wichtiges Legislaturziel des Stadtrates.

Dabei bietet eine verkehrsbefreite Rheinuferpromenade und die Entwicklung des Areals «Rheinufer Ost» eine einmalige Chance für Schaffhausen.

Der Stadtrat hat für die weitere Entwicklung des Gebiets die Vorlage «Aufwertung Rheinuferpromenade» als Gegenvorschlag zur Initiative «Schaffhausen an den Rhein» zuhanden des Grossen Stadtrats verabschiedet.

Stadt legt Plan für Rheinufersanierung vor

Der Stadtrat legt dem Grossen Stadtrat eine Entwicklungsstrategie für die Aufwertung des Rheinufers zwischen dem Freien Platz und dem Gaswerkareal vor.

Er stützt sich dabei auf die Erkenntnisse des 2022/23 durchgeführten städtebaulichen Studienverfahrens und die Rückmeldungen aus der anschliessenden öffentlichen Konsultation sowie der parlamentarischen Begleitkommission.

Die Entwicklungsstrategie beinhaltet das Zielbild, die Entwicklungsschritte und deren Etappierung, die Finanzierung und die politische Umsetzung.

Zielbild ohne motorisierten Verkehr

Beim Zielbild stützt sich der Stadtrat auf den Synthesebericht des Studienverfahrens, welcher als Kernelement die Befreiung der Rheinuferpromenade vom motorisierten Durchgangsverkehr beinhaltet.

Im Projektperimeter entstehen Wohnungen, Freizeitangebote (Spielplatz, Wassersport, Gastronomie, Tourismus), Arbeitsplätze sowie Frei- und Grünräume für die Bevölkerung und die Natur.

Definierte Teilprojekte zur Reduzierung der Komplexität

Ergänzend zum Synthesebericht legte der Stadtrat Rahmenbedingungen fest, unter anderem einvernehmliche Lösungen mit den Wassersportvereinen und den betroffenen Landeigentümern, die Berücksichtigung der Biodiversität und des Stadtklimas sowie ein angemessener Mix von gemeinnützigen und nicht-gemeinnützigen Wohnungen auf dem Gaswerkareal.

Für die Gewerbe- und Gastronomienutzungen werden zur Klärung der Wirtschaftlichkeit und des Aufwertungspotenzials vorgelagerte Potenzialstudien durchgeführt.

Um die Komplexität zu reduzieren und die Umsetzung zu etappieren, wurden Teilprojekte definiert. Die Liste ist auf der Webseite der Gemeinde zu finden.

Mehrjährige Zwischennutzung auf dem Gaswerkareal

Die Teilprojekte werden zeitlich gestaffelt über die nächsten zwölf Jahre (bis voraussichtlich 2036) umgesetzt.

Auf dem Gaswerkareal ist bis zum Baustart eine mehrjährige Zwischennutzung vorgesehen.

Mit der vorliegenden Vorlage wird bereits ein erster Investitionskredit über 1,6 Millionen Franken für die Aufwertung des Schauweckergutparks beantragt.

Öffentliche und private Investitionen

Das Projekt löst Investitionen der öffentlichen Hand in der Grössenordnung von 35 Millionen Franken aus.

Dank Mitfinanzierungen von Bund (Agglomerationsprogramm) und des Kantons (Kantonsstrasse) verbleiben lediglich rund 22 Millionen Franken bei der Stadt.

Bei den genannten Zahlen handelt es sich im aktuellen Projektstadium um Grobschätzungen.

Den Investitionen der öffentlichen Hand stehen private Investitionen in bedeutend grösserem Umfang gegenüber, insbesondere durch die Entwicklung der Baurechtsparzellen.

Es entstehen moderne, attraktive Wohnungen und Arbeitsplätze.

Grundsatzentscheid über Rheinuferpromenade

Angesichts der Komplexität des Projektes beantragt der Stadtrat, zunächst eine Grundsatzabstimmung durchzuführen und gleichzeitig alle weiteren notwendigen Entscheide zur operativen Umsetzung des Vorhabens an den Grossen Stadtrat zu delegieren.

Mit diesem Vorgehen wird das Umsetzungsrisiko entscheidend minimiert und die Planungssicherheit erhöht, was nicht zuletzt für die Zusammenarbeit mit den Baurechtsnehmern unumgänglich ist.

Gegenvorschlag zur Volksinitiative

Die stadträtliche Entwicklungsstrategie für die Rheinuferpromenade wird der Volksinitiative der Liberalen mit dem Titel «Schaffhausen an den Rhein» als Gegenvorschlag gegenübergestellt.

Anstelle des allgemeinen, schwierig interpretierbaren Initiativtextes bietet der Gegenvorschlag eine konkrete Umsetzungsstrategie mit einem klaren Zielbild, einem definierten Vorgehen und einem Kostenrahmen.

Insbesondere die für das Projekt zentrale Frage über die Strassenverlegung wird mit dem Gegenvorschlag klar beantwortet.

Empfehlungen des Stadtrats

Durch die klare Zieldefinition und die Regelung der Zuständigkeiten kann das Ziel der Initiative mit dem Gegenvorschlag schneller erreicht werden.

Der Stadtrat empfiehlt den Gegenvorschlag zur Annahme und die Initiative, sofern sie nicht zurückgezogen wird, zur Ablehnung.

Kommentare

User #3205 (nicht angemeldet)

Darauf wartet man als "Alter Schaffhauser" schon 50 Jahre 🤣

Weiterlesen

Chantal Galladé
96 Interaktionen
«Nicht erlaubt»
ESAF Zug
21 Interaktionen
Am ESAF

MEHR SCHAFFHAUSEN

Schaffhausen
Schaffhausen
Schaffhausen
Schaffhausen
Auffahrkollision
7 Interaktionen
Schaffhausen

MEHR AUS SCHAFFHAUSEN