Hof-Tausch bringt Nutzen für Stadt und Umwelt
Vor der Abstimmung zum Tausch der Höfe Unterwald und Erlenhof nimmt die Stadt Stein am Rhein Stellung zu falschen Behauptungen und stellt die Fakten richtig.

Am 18. Januar 2026 stimmt die Bevölkerung über den Tausch der beiden Landwirtschaftshöfe Unterwald und Erlenhof ab, berichtet die Stadt Stein am Rhein.
Im Zuge der öffentlichen politischen Debatte sind zuletzt wiederholt auch falsche Fakten ins Feld geführt worden. Im Sinne einer korrekten Information der Stimmberechtigten legt der Stadtrat darum Wert auf die nachfolgenden Richtigstellungen.
Die Stadt Stein am Rhein tauscht ihren Betrieb Unterwald in Hemishofen gegen den Betrieb Erlenhof in Stein am Rhein, um bestehende Nutzungs- und Raumkonflikte zu lösen, die ökologische Infrastruktur am Klingenhang zu pflegen, Trinkwasser zu sichern und – ganz zentral – eine solidarische Umverteilung des Pachtlands in Stein am Rhein zu ermöglichen.
Hoher Nutzen für Stadt Stein am Rhein
Der Tausch beinhaltet also mehrere Aspekte und ist wichtiger Bestandteil eines landwirtschaftlichen Gesamtkonzepts, welches die Interessen des Gemeinwohls gewichtet. Der Schutz der Natur, die Stärkung der Landwirtschaft und somit die Erhöhung der Versorgungssicherheit stehen im Fokus.
Die Reduktion des Geschäfts auf den reinen Marktwertvergleich der beiden Hofbetriebe blendet all diese Zusammenhänge aus und gelangt zum Fehlschluss, es werde Land «verschenkt». Dem ist nicht so.
Unter Berücksichtigung aller materiellen und entwicklungs-strategischen Faktoren erfolgt der Tausch kostenneutral. Der Stadtrat weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Gleichwertigkeit der Tauschobjekte durch das Landwirtschaftsamt des Kantons Schaffhausen bestätigt worden ist.
Zusätzliches Trinkwasser für 700 Personen
Die Aussage, wonach sich auf dem Gebiet des Erlenhofs nur eine Quelle befindet, ist falsch. Richtig ist: Auf dem Gebiet des Erlenhofs, wo heute Milchwirtschaft betrieben wird, liegen sechs Quellen.
Als Folge der intensiven Tierhaltung sind fünf dieser Quellen stillgelegt, um die Gefahr einer Trinkwasserverschmutzung zu minimieren. Durch den Tausch könnte der Standortkonflikt unkompliziert gelöst, die fünf Quellen wieder genutzt und die Menge des aus dem gesamten Klingenhang gewonnenen Trinkwassers um knapp 30 Prozent erhöht werden.
Allein die fünf stillgelegten Quellen decken den Trinkwasserverbrauch von 700 Personen ab.
Investitionskosten sind belegt
Die Bausubstanz der beiden Höfe ist unterschiedlich. Der Hof Unterwald ist über 100 Jahre alt und weist dringenden Sanierungsbedarf auf. Die Expertisen der Stadt gehen von Investitionen in der Höhe von mindestens 1,5 Millionen Franken aus, um ihn als Landwirtschaftsbetrieb betriebsfähig zu halten.
Beim Erlenhof hingegen handelt es sich um einen Neubau von 1976 mit laufend getätigtem Unterhalt in alle Gebäude durch den Besitzer. Aussagen, wonach der Investitionsbedarf in den Hof Unterwald zu hoch berechnet ist und umgekehrt für eine Umnutzung des Erlenhofs hohe Kosten anfallen, sind weder belegt noch plausibel.
Und schliesslich ist auch die Aussage, das Land in Unterwald solle weiterhin an Steiner Bauern verpachtet werden, so nicht korrekt. In Unterwald halten keine Steiner Bauern Pachtland.
Stadtrat sieht klaren Mehrwert
Aus Sicht des Stadtrats ist das geplante Tauschgeschäft eine wirkungsvolle Massnahme im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft, des Trinkwasserschutzes und der Pflege der ökologischen Infrastruktur am Klingenhang.
Es lassen sich übergeordnete im öffentlichen Interesse liegende Raumordnungsziele erreichen. Der Einwohnerrat hat sich intensiv mit dem Tauschgeschäft befasst und diesem mit grossem Mehr zugestimmt.










