Sarnen

Sarnen OW: Goldankäufer zahlten zu tiefe Preise – zwei Verfahren

In Sarnen OW waren Anfang September Goldankäufer tätig, die Wertgegenstände zu deutlich zu tiefen Preisen ankauften.

Sarnen OW
Gemeindehaus Sarnen (Symbolbild) - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Anfang September kontrollierte die Kantonspolizei in Sarnen die Tätigkeit von Goldankäufern. Dabei stellte sie betrügerische Praktiken fest. Mehrere Personen wurden verzeigt.

Im Zeitraum vom 5. bis 7. September 2026 waren in Sarnen Goldankäufer tätig. Bei Kontrollen durch die Kantonspolizei Obwalden ergaben sich Verdachtsmomente auf ein betrügerisches Vorgehen. In der Folge führte die Polizei weitergehende Ermittlungen und Abklärungen durch.

Dabei stellte sich heraus, dass die Goldankäufer ihren gesetzlichen Dokumentationspflichten teilweise nicht nachkamen. Zudem kauften die Ankäufer Wertgegenstände zu deutlich zu tiefen Preisen an. Die Verkäuferinnen und Verkäufer gingen dabei gutgläubig davon aus, einen angemessenen Preis zu erhalten.

Teilweise wurden auch ausgestellte Belege nachträglich verfälscht.

Gegen zwei 33- und 21-jährige deutsche Staatsangehörige, ohne Wohnsitz in der Schweiz, wurde ein Strafverfahren unter anderem wegen Betrugs, Urkundenfälschung sowie Verstössen gegen das Edelmetallgesetz eingeleitet. Im Zuge der Ermittlungen stellte die Polizei mehrere Gegenstände und Vermögenswerte sicher.

Tipps für einen sicheren Gold- und Schmuckverkauf

Wer Gold, Schmuck oder andere Wertgegenstände verkaufen möchte, sollte sich vorgängig über deren ungefähren Wert informieren. Angaben zu Gewicht, Prägungen, früheren Kaufpreisen oder vorhandene Kaufbelege helfen dabei. Lassen Sie sich Gewicht und Materialwert vom Ankäufer nennen, bevor Sie eigene Angaben machen.

Dokumentieren oder fotografieren Sie die Gegenstände vor dem Verkauf und verlangen Sie eine vollständig ausgefüllte, detaillierte Quittung. Beobachten Sie das Wiegen und lassen Sie sich die angewandte Prüfmethode erklären.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, nehmen Sie sich Zeit und vergleichen Sie Angebote. Bei Schmuck mit Edelsteinen ist auch deren möglicher Wert zu berücksichtigen.

Ältere oder unsichere Personen sollten eine vertraute Person beiziehen. Zudem empfiehlt es sich, mehrere Angebote einzuholen und auch ortsansässige Juweliere oder Goldschmiede zu berücksichtigen.

Wenn Ihnen etwas verdächtig erscheint oder Zweifel am Vorgehen des Ankäufers bestehen, verständigen Sie die Polizei über die Notrufnummer 117.

Da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, können derzeit keine weiteren Angaben zum Fall gemacht werden.

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