Sarnen

Sarnen: Spatenstich für Hilfswehr – Uferweg bis März 2027 gesperrt

In Sarnen OW hat am Montag der Bau des Hilfswehrs begonnen. Der Fuss- und Veloweg entlang der Sarneraa ist bis März 2027 gesperrt.

Sarnen
Regierungsrat Josef Hess und die Beteiligten der Baufirmen und Ämter beim Spatenstich für das Hilfswehr. - zVg

Am Montag, 17. August 2026, fand in Sarnen der offizielle Spatenstich für das Hilfswehr und den Wasserbauabschnitt Sarnen Dorf statt. Mit dem Hilfswehr wird das letzte fehlende Element des Hochwasserschutzsystems Sarneraatal realisiert. Gleichentags begannen die Arbeiten für die Aufweitung der Sarneraa im Bereich Kernmatt oberhalb des Wichelsees.

Die verschiedenen Bauabschnitte sollen bis Ende Sommer 2027 abgeschlossen sein.

Mit dem Spatenstich für das Hilfswehr und den Wasserbauabschnitt Sarnen Dorf beginnt die Ausführung des Hilfswehrs. Zusammen mit dem Hochwasserentlastungsstollen bildet das Hilfswehr das Hauptelement zum Schutz vor Hochwasser für Sarnen, indem grössere Abflüsse entlang der Sarneraa künftig verhindert werden. Baudirektor Josef Hess betonte am Spatenstich: „Mit dem Hilfswehr wird der Hochwasserschutz im Sarneraatal vollendet.

Zusammen mit dem Hochwasserentlastungsstollen kann die künftige Regulierung des Sarnersees sichergestellt werden. Das ist ein grosser Meilenstein für den Hochwasserschutz im Sarneraatal«.

Sarneraa im Dorf Sarnen aufgewertet

Seit dem 10. August 2026 laufen die Bauarbeiten an der Sarneraa im rund 1,6 Kilometer langen Abschnitt, zwischen dem Sarnersee und der Brücke Brünigstrasse. Die bestehenden Ufermauern werden saniert und die heute stark kanalisierte Sarneraa innerhalb ihres bestehenden Verlaufs ökologisch aufgewertet. Auch die Fusswege entlang der Sarneraa sowie die Zugänge zum Gewässer werden aufgewertet.

«Mit der Sanierung der Ufermauern tragen wir dem Bestand an Schutzbauten Rechnung und können diesen gleichzeitig mit einer sanften Aufwertung der Sarneraa verbinden. Davon profitieren Mensch und Natur.», erklärte der Projektleiter, Rafael von Wyl.

Bau- und Raumentwicklungsdepartement

Weitere Bauarbeiten bei Kernmatt

Ebenfalls am 17. August 2026 begannen die Arbeiten für die Aufweitung der Sarneraa im Bereich Kernmatt oberhalb des Wichelsees. Die Aufweitung ist Teil der verschiedenen wasserbaulichen Massnahmen entlang der Sarneraa. Sie schafft zusätzlichen Raum für das Gewässer und trägt zur ökologischen Aufwertung der Sarneraa bei.

Die Arbeiten sind in diesem Bereich für die Bevölkerung gut sichtbar.

Hilfswehr ermöglicht kontrollierte Regulierung

Bei Hochwasser wird die Schlauchmembran des Hilfswehrs angehoben. Dadurch wird der Abfluss aus dem Sarnersee in die Sarneraa begrenzt und das Wasser über den Hochwasserentlastungsstollen abgeleitet. Nach der Hochwasserspitze kann der Pegel des Sarnersees kontrolliert und langsam abgesenkt werden.

Dies trägt auch dazu bei, die Moorflächen rund um den Sarnersee besser vor starken Wasserstandsschwankungen zu schützen.

Das Hilfswehr wird in weniger als einem Jahr erstellt. Zunächst werden die Wehrschwelle und die seitlichen Wehrwangen gebaut. Anschliessend wird die eigens gefertigte Schlauchmembran montiert.

Zum Hilfswehr gehört zudem ein Fischaufstieg.

Die Funktionstests sind für Juni 2027 vorgesehen.

Einschränkungen für Fuss- und Veloverkehr

Mit dem Baustart ist der Fuss- und Veloweg entlang der Sarneraa, zwischen der Brücke Bahnhofstrasse und dem Sonnenhof, bis März 2027 gesperrt. Die signalisierte Umleitung führt über den Weg entlang des Wichelsees und ist auch auf SchweizMobil, swisstopo und map.geo.admin.ch ersichtlich. Bereits gesperrte Wegabschnitte bleiben bis Juni 2027 geschlossen.

Die Schulwege bleiben jederzeit offen.

Die verschiedenen Bauabschnitte des Projekts sollen bis Ende Sommer 2027 abgeschlossen sein.

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