Der Rohstoffkonzern Glencore hat die Kohlenmine Cerrejón in Kolumbien vollständig übernommen. Er kauft den Joint-Venture-Partnern BHP und Anglo American ihren Anteil von je einem Drittel für einen Preis von insgesamt 588 Millionen US-Dollar ab.
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Der Hauptsitz der Firma Glencore in Baar, ZG. - Keystone

Basierend auf den aktuellen Terminpreisen für Kohle dürfte sich der Gesamtkaufpreis dank den generierten Barmitteln auf rund 230 Millionen US-Dollar reduzieren, teilte Glencore am Montag in Baar ZG mit. Die Investition sollte damit innerhalb weniger als zwei Jahre nach Abschluss amortisiert sein.

Die Konzession für den Kohleabbau in Cerrejón wird schrittweise bis 2034 auslaufen. Es sei davon auszugehen, dass sich die Produktionsmengen ab 2030 erheblich verringerten, teilte Glencore mit

In Cerrejón, das im Nordosten von Kolumbien liegt, wird im Tagbaubetrieb Kohle abgebaut. Die Joint-Venture-Partner BHP und Anglo American hatten angekündigt, ihre Anteile an der Mine verkaufen zu wollen.

Glencore entschied sich dafür, die Anteile der Partner zu übernehmen. Der vollständige Erwerb sei die beste Lösung für einen «gesteuerten und verantwortungsbewusste Abbau» des Kohleportfolios, hiess es.

«Fossile Brennstoffe zu veräussern und sie zur Angelegenheit eines anderen zu machen, ist keine Lösung und wird die absoluten Emissionen nicht reduzieren», lässt sich Glencore-CEO Ivan Glasenberg in der Meldung zitieren. Gleichzeitig würden die konzerneigenen Klimaverpflichtungen durch den Partner-Buy-Out nicht beeinträchtigt. Die entsprechenden Ziele würden nun sogar aggressiver formuliert.

Neu führt Glencore bis 2026 ein kurzfristiges CO2-Reduktionsziel ein, das eine Reduktion von 15 Prozent gegenüber dem Level von 2019 vorsieht. Bis 2035 soll das Niveau gegenüber dem Referenzjahr 2019 halbiert werden. Vorher war den Angaben zufolge noch eine Reduktion von 40 Prozent bis 2035 angepeilt.

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