Wie die Gemeinde Rorschacherberg berichtet, werden die Strompreise für das Jahr 2023 nur leicht ansteigen.
Aussicht über den Bodensee von Rorschacherberg.
Aussicht über den Bodensee von Rorschacherberg. - Nau.ch / Miriam Danielsson
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Die Rorschacherberger Stromabonnenten bleiben im Unterschied zu vielen anderen Gemeinden von massiven Strompreiserhöhungen verschont. Im Frühjahr 2020 gerieten die Strompreise europaweit durch tiefe Ölpreise und den Ausbruch der Corona-Pandemie stark unter Druck. Strom wurde damals an den Strombörsen für weniger als 5 Rappen pro Kilowattstunde angeboten.

Der Gemeinderat nutzte diese Gelegenheit und kaufte den gesamten Strombedarf für die Jahre 2022, 2023 und 2024 per Präsidialentscheid zu den damaligen Tiefstpreisen ein. Davon profitieren in 2023 alle Strombezüger der Elektrizitätsversorgung Rorschacherberg.

Seit damals stiegen die Preise massiv an. Aktuell wird Strom zu Rekordpreisen zwischen 50 Rappen bis über einen Franken je Kilowattstunde gehandelt. Experten rechnen mit einer gewissen Entspannung im Sommerhalbjahr 2023, spätestens dann prüft der Gemeinderat einen möglichen Einkauf von Strom ab 2025 und würde voraussichtlich ab 2024 die Preise erhöhen müssen.

Mittelfristig dürfte somit auch in Rorschacherberg der Strom deutlich teurer werden, denn die zur «Energiewende» nötigen Kraftwerke stehen nicht im erwünschten Mass zur Verfügung. Dieser Mangel führt künftig zu deutlich höheren Preisen.

Ausbau der Stromnetze wirkt sich auf die Preise aus

Der Einkaufspreis für Strom macht aktuell für die meisten Abonnenten nur rund einen Viertel des Strompreises aus. Rund drei Viertel des Strompreises sind Transportkosten über die Stromnetze (Netznutzung) und gesetzliche Abgaben.

Europaweit werden die Stromnetze ausgebaut und verstärkt, um den neuen Solar- und Windstrom transportieren zu können. Daher steigen die Netznutzungskosten und führen auch in Rorschacherberg zu einer Preissteigerung bei den Strompreisen im 2023.

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