Volley Amriswil schlägt Schönenwerd klar zum Auftakt
Volley Amriswil gewinnt den Auftakt der Playoff-Halbfinalserie gegen Volley Schönenwerd klar mit 3:0 und setzt vor Heimpublikum ein erstes Ausrufezeichen.

Wie Volley Amriswil berichtet, startete der Titelverteidiger mit einem diskussionslosen 3:0-Heimsieg optimal in die Playoff-Halbfinalserie gegen Schönenwerd. Nach einem einigermassen ausgeglichenen Startsatz steigerte sich die Serramalera-Equipe in einen wahren Spielrausch und bestimmte das Spielgeschehen in der Folge fast nach Belieben.
Beide Teams starteten in Bestbesetzung. Bruno Jukic erhielt den Vorzug gegenüber Björn Höhne, und in der Mitte musste Miloslav Dimov mit dem Platz an der Seitenlinie Vorlieb nehmen.
Bis zum Stande von 12:12 hangelte sich das Skore ausgeglichen hoch, ehe ein Ass von Bruno Jukic und ein feiner Angriff von Iliya Goldrin den Amriswilern eine Drei-Punkte-Führung bescherten.
Wie fast immer in den letzten Jahren erwies sich ein derartiger Vorsprung als vorentscheidend. Jedenfalls kamen die Solothurner den Gastgebern nie mehr näher als auf zwei Punkte. Das 25:22 entsprach ziemlich genau den Stärkeverhältnissen in diesem Satz.
Amriswil zieht Schönenwerd im zweiten Satz davon
In den zweiten Satz starteten die Platzherren optimal. Von 6:2 via 8:4 kletterte das Resultat auf 14:8. Etienne Schalch war in dieser Phase der überragende Spieler. Beim Stande von 11:7 lag Passeur Milan Jovanovic plötzlich auf dem Boden: Der Misstritt des unersetzlichen Zuspielers liess die Halle zittern, doch nach kurzer Pflege durch den «Wunderheiler» Lucas Sandoval konnte Jovanovic vier Punkte später wieder mittun.
Nachdem Schönenwerd den Rückstand bei 16:12 auf vier Punkte verkleinern konnte, zündeten die «Munis» so richtig den Turbo: Bis zum 25:15 überliessen sie den Gästen gerade noch drei Punkte. Als die Niederämter nach der Zehn-Minuten-Pause sogleich in Führung gingen, glaubte man die alte Amriswiler Krankheit, nämlich der schlechte Start nach der Zehn-Minuten-Pause, wieder zurück.
Doch schon bei 6:6 war das Skore wieder ausgeglichen, und mit diesem Schwung legten die Amriswiler gleich auf 11:7 vor. Als es kurze Zeit später 14:8 stand, war die Entscheidung praktisch gefallen. Dieser Vorsprung blieb über den ganzen Satz hinweg bestehen, und nach 80 Spielminuten war das 3:0 Tatsache geworden.
Starke Annahme und Block entscheiden Spiel
Aus dem äusserst ausgeglichenen Amriwiler Ensemble ragte Schalch mit 16 Punkte heraus. Dahinter folgten Joel Hauck, Goldrin, Bruno Jukic und Daniel Urueña mit elf, zehn und neun Punkten. Im Team von Schönenwerd enttäuschte vor allem Cyril Kolb, der in 17 Angriffen nur gerade fünf Punkte buchen konnte.
Viermal sah sich der Berner im Team der Solothurner geblockt. Der Ägypter Reda Haikal vermochte die Vorschusslorbeeren auch nicht zu bestätigen. Er blieb gar fünfmal im Block hängen.
Der grösste Unterschied zwischen den beiden Teams lag diesmal aber in der Annahme: Während 78 Prozent der Amriswiler Annahmen positiv waren bei nur einem einzigen Fehler, hiessen die gegnerischen Zahlen 57 Prozent bei acht Fehlern. Und dann war da auch noch die krasse Überlegenheit im Block: 15:4.
Wenn auch der Sieg klar war, ist in Bezug auf die Finalqualifikation noch gar nichts entschieden. Am Samstag, 14. März 2026, gastiert Amriswil in der Höhle des Löwen, der Betoncoupe-Arena in Schönenwerd.









