Amriswil legt einen Fehlstart in der Champions League hin. Mit 0:3 verliert Lindaren Volley Amriswil sein Auftaktspiel gegen Bigbank Tartu.
CEV - Volley Amriswil

Mit 0:3 (20:25, 22:25, 29:25) verliert Lindaren Volley Amriswil sein Auftaktspiel in der Champions League Vor-Qualifikation gegen Bigbank Tartu. Nach knapp 90 Minuten musste sich das Team um Trainer Juan Serramalera den starken Esten geschlagen geben.

Seit anfangs August 2021 befindet sich Lindaren Volley Amriswil im Aufbautraining. Für den neuen Coach Juan Manuel Serramalera galt es, mehrere neue Spieler ins bestehende Kader zu integrieren.

Noch am vergangenen Freitag schien es, als wäre das sehr gut gelungen, spielten die Thurgauer doch im Trainingsspiel gegen den deutschen Bundesligisten Friedrichshafen wie aus einem Guss.

Schwacher Beginn

Das Spiel in Estland begann für Amriswil schlecht. Nach kürzester Zeit stand es 4:1 zugunsten der Gastgeber.

Dann kam die Zeit von Milija Mrdak. Bis zum 4:7 war er fünfmal für einen Punktgewinn besorgt. Bis Mitte des ersten Satzes lag der Gast in der Folge in Führung, doch nach dem 11:13 zogen die Esten scheinbar mühelos auf 17:14 davon.

Diagonalangreifer Valentin Kordas und die beiden Aussen Albert Hurt und Martti Juhkami waren vom Amriswiler Block nicht zu stoppen. Das Aufbauspiel via Passeur Filippov klappte überhaupt nicht.

Viele Ungenauigkeiten

Viel zu ungenau kamen die Pässe, so dass die Angriffe durch das Team aus Tartu leicht verteidigt werden konnten. Der Rest des ersten Satzes war ein Verwalten des Vorsprungs, und der Satz endete mit 25:20.

Wer nun auf das grosse Aufbäumen der Amriswiler gehofft hatte, wurde schnell enttäuscht. 8:4 stand es bald einmal, und nach dem 14:8 schien es, als würden die Amriswiler resignieren.

Doch nach dem 19:12 ging ein Ruck durch die Mannschaft. Die letzten 16 Punkte des zweiten Satzes gingen mit 10:6 an Amriswil, was aber angesichts des grossen Rückstands nur zum ehrenhaften 25:22-Satzresultat reichte.

Einwechslungen brachten nicht den erhofften frischen Wind

Für den dritten Satz wechselte Coach Serramalera den Kubaner Luis Sosa für Quentin Zeller ein, und Mischa von Burg übernahm von Karim Zerika einen der beiden Mitteposten. Obwohl Sosa seine Fähigkeiten verschiedentlich andeutete, änderte sich am Charakter des Spiels nichts.

Tartu zog nun vermehrt auch die Mitteangreifer ins Spiel ein, was die Esten noch unberechenbarer machte. Als die Amriswiler nach dem 22:16 auf 22:19 herankamen, keimte eine letzte Hoffnung, doch ein Block gegen den angreifenden Sosa und zwei Netzberührungen beendeten das Spiel nach 88 Minuten.

Rückspiel gegen Tartu

Noch bevor am 2. Oktober 2021 die Meisterschaft mit dem Heimspiel gegen Näfels beginnt, spielt Amriswil am Mittwoch, 29. September 2021, das Rückspiel gegen Tartu um 19 Uhr in der Tellenfeldhalle. Mit einem 3:0- oder 3:1-Sieg könnte das Serramalera-Team noch einen Golden Set erzwingen. Dafür bräuchte es allerdings eine gewaltige Leistungssteigerung.

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