Wasserversorgung: Positive Bilanz trotz trockenem Wetter
Unterkulm vermeldet eine einwandfreie Trinkwasserqualität für das Jahr 2025. Trotz sinkender Quellerträge blieb die Versorgung jederzeit sichergestellt.

Wie die Gemeinde Unterkulm informiert, werden sämtliche Anlagen der Wasserversorgung (Reservoire, Pumpwerke und Quellfassungen) nach einem strengen Konzept unterhalten. Alle Anlageteile sind dem Alter entsprechend in einem guten Zustand.
Im Jahr 2025 waren 3 Hauptleitungsbrüche und 14 Hauszuleitungslecke zu verzeichnen. Das öffentliche Leitungsnetz umfasst eine Länge von 27'817,10 Metern. Die privaten Hauszuleitungen ergeben weitere rund 13'000 Meter.
Die Trinkwasserinspektionen (Mikrobiologie), welche im April und im September durchgeführt wurden, fielen alle positiv aus. Insgesamt wurde an 18 Probeentnahmestellen das Wasser geprüft.
So wird das Trinkwasser genutzt und geprüft
Durchschnittlich wurden im letzten Jahr 819’392 Liter pro Tag an Trinkwasser an Wasserbezüger abgegeben. Dieses setzt sich aus etwa 36 Prozent Quellwasser und 64 Prozent Grundwasser zusammen.
Dies ergibt einen durchschnittlichen, theoretischen Verbrauch von 216 Litern Wasser pro EinwohnerIn pro Tag. Das Grundwasser wird unbehandelt ins Leitungsnetz gefördert. Das Quellwasser aller Quellen wird durch UV-Entkeimungsanlagen behandelt und anschliessend in die Reservoire geleitet.
Zur Qualitätsüberwachung wurden das Rohwasser (Quellen und Grundwasser) sowie das Trinkwasser am Ausgang der Werke und Verteilernetze nach einem festgelegten Untersuchungsprogramm überprüft. Anschliessend wurden die Wasserproben an das Amt für Verbraucherschutz zur mikrobiologischen Untersuchung eingesendet.
Schwankender Grundwasserspiegel
Der durchschnittliche Quellwasserertrag der Quellgebiete Tüelen, Rebacher und Heurüti betrug 207 Liter pro Minute. Dieser weist gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von 23 Liter pro Minute aus, welche auf das trockene Wetter zurückzuführen ist. Die Quellfassung Tüelen mit einer Ergiebigkeit von rund 100 Liter pro Minute ist aufgrund der gemessenen Chlorothalonil-Werte nach wie vor vom Netz getrennt.
Der Grundwasserspiegel lag Anfang 2025 bei 446,43 Meter über Meer. Der Pegelstand stieg bis im Juni auf 444,06 Meter über Meer. Dies entspricht einem Höhenunterschied von rund 2,4 Meter.
Bis zum Jahresende stieg der Pegel auf 444.68 Meter über Meer, wobei der tiefste Stand von 443,04 Meter über Meer im August gemessen wurde. Die Grundwasserfördermenge lag im Jahr 2025 bei 191'297 Kubikmeter, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 27'240 Kubikmeter entspricht.
Mehr Verbrauch als Ursache
Der Grund für die höhere Fördermenge des Grundwassers lag einerseits bei den geringeren Quellerträgen, andererseits bei der allgemeinen Zunahme beim Wasserverbrauch, unter anderem durch die steigende Wohnbevölkerung.










