Hinweise über eine gesundheitliche Gefährdung dürfen nicht mehr gemacht werden.
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Menschen ohne türkischen Pass müssen im nordtürkischen Bolu nun den zehnfachen Preis für Wasser bezahlen. (Symbolbild) - Keystone

Der Gemeinderat hat trotzdem entschieden, dass die mit Chlorothalonil belastete Quellfassung abgetrennt bleibt.

Im Rahmen gezielter Trinkwasseruntersuchungen wurden im Oktober 2019 Chlorothalonil-Rückstände im Unterkulmer Trinkwasser festgestellt. Die zur Hauptsache belastete Quelle Tüelen Nr. 10 musste als Sofortmassnahme gestützt auf die bundesrechtlichen Vorgaben vom Netz getrennt werden. Seither fliessen rund 95 bis 120 Liter Wasser pro Minute in einen Überlauf.

Seit Januar 2020 ist die Verwendung von Produkten mit Chlorothalonil schweizweit verboten. Mitte März informierte das kantonale Amt für Verbraucherschutz, dass aufgrund eines Zwischenentscheides des Bundesverwaltungsgerichtes für Chlorothalonil-Abbauprodukte kein Höchstwert mehr gilt und die amtlich erhobenen Trinkwasserproben mit einer Grenzwertüberschreitung nicht mehr beanstandet werden. Der Hinweis, dass Chlorothalonil wahrscheinlich als krebserregend gilt, muss unterlassen werden. Die Wasserversorgungen sind nicht mehr verpflichtet, ihre Wasserressourcen auf entsprechende Rückstände zu untersuchen.

Der Gemeinderat hat kein Verständnis für diesen Zwischenentscheid. Um die bestehende Verunsicherung zu reduzieren, hat er deshalb entschieden, die belastete Quelle weiterhin vom Netz zu trennen, bis ein klarer Entscheid vorliegt. Zudem werden auch die Trinkwasseruntersuchungen wie bisher durchgeführt, damit das Unterkulmer Trinkwasser weiterhin vorbehaltlos konsumiert werden kann.

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