Uznach SG: Region wehrt sich gegen Schliessung des SBB-Reisezentrums
Der Verein Region Zürichsee-Linth fordert die SBB auf, das Reisezentrum am Bahnhof Uznach SG zu erhalten. Dieses soll Ende 2026 geschlossen werden.

Wer den öffentlichen Verkehr stärken will, darf den Zugang nicht erschweren. Die Region Zürichsee-Linth fordert die SBB auf, das Reisezentrum Uznach zu erhalten und aktiv zur stärkeren Nutzung des öffentlichen Verkehrs beizutragen.
Die geplante Schliessung des SBB-Reisezentrums am Bahnhof Uznach per Ende 2026 stösst beim Verein Region Zürichsee-Linth (RZL) auf klare Ablehnung. Der Bahnhof Uznach ist ein wichtiger regionaler Verkehrsknotenpunkt. Mit der ebenfalls vorgesehenen Schliessung des Reisezentrums in Ziegelbrücke würde der Zugang zu persönlicher Beratung in der Region zusätzlich geschwächt.
Die Gemeinden der Region setzen sich seit jeher für die Stärkung des öffentlichen Verkehrs ein. Ziel ist es, das wachsende Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung möglichst umwelt- und platzsparend mit Bus und Bahn zu bewältigen. Die Strassen sind insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten bereits stark ausgelastet.
Gleichzeitig stossen weitere Ausbauten des Strassennetzes bei den Stimmberechtigten zunehmend auf Widerstand. Umso wichtiger ist es, den öffentlichen Verkehr für weitere Bevölkerungskreise attraktiv und einfach zugänglich zu machen.
Die RZL anerkennt, dass sich das Kundenverhalten verändert und der digitale Billettverkauf zunimmt. Dennoch braucht es gezielte Anstrengungen, damit künftig mehr Menschen Bus und Bahn nutzen. Persönliche Beratungs- und Verkaufsstellen sind dabei ein wichtiges Element: Sie helfen, Hemmschwellen abzubauen, passende Verbindungen zu finden und den Zugang zu den verschiedenen Billettangeboten zu erleichtern.
Die RZL fordert die SBB deshalb auf, auf die Schliessung zu verzichten und gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden tragfähige Alternativen zu prüfen – beispielsweise einen Weiterbetrieb mit reduzierten Öffnungszeiten. «Die SBB müssen ihren Beitrag dazu leisten, dass der öffentliche Verkehr nicht nur ein gutes Angebot bereitstellt, sondern auch von möglichst vielen Menschen genutzt wird», ist Heidi Romer, Präsidentin RZL überzeugt. «Der Abbau wohnortnaher Anlaufstellen ist dafür das falsche Signal», so Romer.












